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BICULTURALISM: Social Correlates and Individual Differences

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Wie Einwanderer Bikulturalität meistern

Zuwanderer müssen im Normalfall mit den Konflikten zwischen den gesellschaftlichen Normen, sozialen Zwängen, Verhaltensweisen und Identitäten (der kulturellen Zugehörigkeit) von sowohl ihrer ethnischen Herkunftskultur als auch der Mehrheitskultur des Gastgeberlandes klarkommen. Erforscht man, was Einwanderer fühlen und was sie darüber denken, können die Erkenntnisse dazu dienen, ihre Anpassung durch Konzipierung entsprechender internationaler Politikgestaltung und Förderung der Beziehungen in der interethnischen Gemeinschaft zu verbessern.

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Die Forschenden des durch die EU finanzierten Projekts BICULTURALISM (Biculturalism: Social correlates and individual differences) bezogen Einwanderer der ersten und zweiten Generation in die Untersuchungen ein, um den Wissensstand auf diesem Gebiet zu erweitern. Die Studie will Fragen im Zusammenhang damit beantworten, wie die Menschen ihre Kulturen kognitiv und emotional bewältigen, wie ihre sozialen Netzwerke beschaffen sind und wie sich all das auf ihre Integration und Anpassung auswirkt. Zunächst führte das Team eine Social-Network-Studie mit 222 Einwanderern (aus Ecuador, Marokko, Pakistan und Rumänien) in Barcelona durch. Damit gelangte man an detaillierte Informationen über deren gewohnte soziale Netzwerke (Zusammensetzung, Dichte und Clustering). Die Forscher betrachteten die wichtigsten sozialen und individuellen Faktoren, die an der Entwicklung und Bewältigung von Bikulturalismus/Multikulturalismus beteiligt sind. Zusätzlich hatte man im Fokus, wie persönliche soziale Netzwerke und kulturelle Selbstidentifikation(en) der Zuwanderer gemeinsam psychologische und soziokulturelle Anpassung vorhersagten. Im Folgenden überprüfte BICULTURALISM Variationen darin, wie bikulturelle Personen mit den täglichen Herausforderungen des Aushandelns zwischen mehreren und oft gegensätzlichen kulturellen Identitäten und Wertesystemen umgehen. Diese Konstruktion ist als Bicultural Identity Integration (BII) bekannt. Das Forschungsdesign mit gemischten Methoden umfasste eine qualitative Studie mit 100 selbst identifizierten bikulturellen Personen und eine großen psychometrische Studie. Diese zweite, quantitative Komponente setzte auf die Validierung der Bicultural Identity Integration Scale (BIIS-2) mittels einer ethnisch gemischten Probe von 1 bikulturellen Personen. Die Resultate dieser Projektphase wurden in der Zeitschrift Psychological Assessment übermittelten Studie vorgestellt’. Zu den Schulungs- und Verbreitungsaktivitäten gehörte 2014 eine Kleingruppenkonferenz mit dem Titel "Culture and Psychology: Insights from the European Context" (Kultur und Psychologie: Erkenntnisse aus dem europäischen Kontext) und die Veröffentlichung des "Oxford handbook of multi-cultural identity: Basic and applied psychological perspectives" (Oxford-Handbuch der multikulturellen Identität: Grundlegende und angewandte psychologische Sichtweisen’. Ein Vorschlag in Bezug auf eine Sonderausgabe über die auf der Konferenz geleistete Arbeit wurde dem Journal of Cross-Cultural Psychology unterbreitet’. Die Projektergebnisse können der Verbesserung der interethnischen Beziehungen durch eine bessere, auf sozialen Zusammenhalt und Integration abgezielte Politik dienen. Zusätzlich kann die zukünftige Forschung auf dem Wissen aufbauen, das im Zusammenhang mit den Befähigungen des Einzelnen zum Aushandeln und Verflechten mehrerer kultureller Zugehörigkeiten erzeugt wurde.

Schlüsselbegriffe

Einwanderer, Zuwanderer, bikulturell, Bikulturalismus, Bikulturalität, Identitäten, BICULTURALISM, kulturelle Angelegenheiten, kulturelle Zugehörigkeit, soziale Netzwerke

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