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Inhalt archiviert am 2022-12-21

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Kommission hält GV-Sojabohnen für ungefährlich

Nach Auskunft der Europäischen Kommission bestehen keine wissenschaftlichen Beweise, wonach eine bestimmte Marke genetisch veränderter Sojabohnen, deren Verbot die Umweltorganisation Greenpeace fordert, ein gesundheitliches Risiko darstellen. In Sojabohnen der Marke Roundup R...

Nach Auskunft der Europäischen Kommission bestehen keine wissenschaftlichen Beweise, wonach eine bestimmte Marke genetisch veränderter Sojabohnen, deren Verbot die Umweltorganisation Greenpeace fordert, ein gesundheitliches Risiko darstellen. In Sojabohnen der Marke Roundup Ready, die aus Samen des Biotechnologie-Unternehmens Monsanto gezüchtet wurden, haben belgische Wissenschaftler unbekannte Genfragmente gefunden. Diese Sojabohnen sind mit einer Bakterie infiziert, die sie resistent gegen das Herbizid Roundup macht. Eine Sprecherin der Kommission sagte auf einer Pressekonferenz, dass die Ergebnisse der belgischen Untersuchung zwar noch einer Routineprüfung durch den Wissenschaftlichen Pflanzenausschuss der Kommission unterzogen würden, alle weiteren Schritte jedoch auf Grundlage der Erkenntnisse des Ausschusses erfolgen würden. Ihr zufolge bestehe aus wissenschaftlicher Sicht kein Grund, diese Pflanze als unsicher zu bezeichnen - auch nicht für den Verbraucher. Vom Standpunkt der Wissenschaft bedeute das Vorhandenseins dieser DNA nicht, dass sie auf Grund der Veränderung der Pflanze entstanden ist. Die Ursache könne genauso gut eine spontane Mutation sein, wie sie bei Pflanzen häufig auftrete. Sie erklärte außerdem, dass solche Genfragmente 1996, als die Kommission die Einfuhr - nicht die Aussaat - der Roundup-Sojabohnen genehmigte, nicht festgestellt worden seien. Am Freitag forderte Greenpeace Frankreich auf, die Einfuhr von Sojabohnen zu verbieten, da ihre Zulassung als Lebens- und Futtermittel auf einer "unvollständigen und falschen" Grundlage erfolgt sei. Wie die Sprecherin der Kommission hinzufügte, seien die neuen Erkenntnisse kein Anlass für ein Einfuhrverbot. Außerdem sei zweifelhaft, ob Frankreich einen solchen Schritt unternehmen werde, da zuvor nachgewiesen werden müsse, dass die Sojabohnen ein Gesundheitsrisiko darstellen.

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