Ausschreibung für Maßnahmen zur Förderung der effizienten Nutzung fester Brennstoffe
Die GD Energie und Verkehr der Europäischen Kommission hat eine Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen für Maßnahmen im Zusammenhang mit der Förderung der sauberen und effizienten Nutzung fester Brennstoffe im Rahmen des Carnot-Programms veröffentlicht. Das Carnot-Programm hat folgende Ziele: - Förderung der Verwendung sauberer Kohletechnologien (CCT) in Anlagen, die feste Brennstoffe einsetzen, um die dabei verursachten Emissionen, einschließlich Kohlendioxid-Emissionen, zu verringern; - Förderung der Entwicklung fortschrittlicher sauberer Technologien für feste Brennstoffe, um bei den besten verfügbaren Technologien Fortschritte zu vertretbaren Kosten zu erzielen. Für Carnot 2001 kommen folgende Maßnahmen in Betracht: - Im Kontext der Energiepartnerschaft EU-Russland Maßnahmen für die systematische Analyse kostenwirksamer Technologielösungen zur Reduzierung von Schadstoffemissionen und Treibhausgasen in der russischen Kohlekette (von der Kohleverarbeitung bis zur Kohlenutzung). Die Maßnahmen sollten ganz Russland oder spezifische Regionen einbeziehen. - Im Kontext des Erweiterungsprozesses Maßnahmen zur Einbeziehung heimischer fester Brennstoffe in den Elektrizitätsmarkt unter wirtschaftlich und ökologisch annehmbaren Bedingungen. Priorität sollten Beitrittsländer erhalten, in denen ein fester Brennstoff deutlich dominiert, z.B. Ölschiefer in Estland, Steinkohle und Braunkohle in Polen. - Im Kontext der Diversifizierung von Brennstoffen im Energiesektor der EU Vorstudien zu CCT-Projekten, die zur sauberen und effizienten Nutzung wettbewerbsfähiger Gemeinschaftskohle beitragen können. Die folgenden Zielregionen sind für das Jahr 2001 als prioritär zu betrachten: - Russland (aufgrund des Energiedialogs, der auf dem EU-Gipfel am 30. Oktober 2000 zwischen Präsident Prodi und Präsident Putin vereinbart wurde); - Europäische Union (wenn die Einführung von CCT nachweislich zur Sicherheit der Energieversorgung beitragen kann und den Anforderungen der Klimaänderung Rechnung trägt); - Beitrittsländer (wegen der Bedeutung von CCT für das Erreichen von Umweltzielen). Die Maßnahmen unterliegen folgenden allgemeinen Grundsätzen: Sie sollten zur Versorgungssicherheit Europas beitragen und gleichzeitig die globale Verringerung von CO2-Emissionen unterstützen und zur Stärkung der energiepolitischen Ziele der Gemeinschaft im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit beitragen. Die Maßnahmen sollten außerdem von der Industrie gesteuert werden und marktorientiert sein und zur Identifizierung von Marktschancen für den Technologietransfer in den Zielregionen beitragen. Im Allgemeinen sollten die Vorschläge mindestens zwei nicht verbundene Partner aus verschiedenen Mitgliedstaaten oder aus dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) einbeziehen.Weitere Auskünfte erteilt: Europäische Kommission Generaldirektion Energie und Verkehr DM 24 6/21 Rue de la Loi/Wetstraat 200 B-1049 Brüssel Fax: +32-2-296 4437 (Herr Oppermann) E-mail: carnot@ec.europa.eu http://europa.eu.int/comm/energy/en/pfs_carnot_en.html(öffnet in neuem Fenster)