Schilddrüsenhormone - Bedeutung für das fetale Gehirn
Babys mit schlechter Schilddrüsenhormonverteilung in ihrem Gehirn während der Schwangerschaft sind in der Regel durch reduzierten IQ, geistige Retardierung und Spastik gezeichnet. Forscher haben gezeigt, dass bestimmte Antiepileptika (AEDs), die von schwangeren Müttern konsumiert werden, die Verteilung der Schilddrüsenhormone zum Gehirn des Fötus beeinflussen. Unter der Ägide des Projekts FETAL THYROXINE (Cognitive adverse effects of in utero exposure to medications: Role for impaired delivery of thyroid hormones into the fetal brain) untersuchen die Forscher die Auswirkungen von AED auf die Schilddrüsenhormonverteilung bei schwangeren Frauen und ihren Föten. Die Forscher führen von in vitro, ex vivo und in vivo Studien durch, um festzustellen, wie AED den Plazentatransport von Schilddrüsenhormonen modulieren. Vorläufige Ergebnisse aus den in-vivo-Studien deuten darauf hin, dass AED die Integrität der Plazentaschranke beeinträchtigen. Dies wiederum verändert die Expression von Transportern, die an der Schilddrüsenhormonverteilung von der Mutter auf den Fötus beteiligt sind. Zukünftige Aktivitäten umfassen eingehende Studien über Plazentaproben sowie weitere Analyse von laufenden Experimenten. Forschungsergebnisse werden Licht auf potenzielle Risiken der AED-Therapie für Schwangere auf die fetale Entwicklung werfen. Die klinische Anwendung der in dieser Studie entwickelten Werkzeuge könnte eine schlechte fetale Gehirnentwicklung durch entsprechende Überwachung des mütterlichen Medikamentenkonsums und der fetalen Schilddrüsenhormonkonzentration verhindern.