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Inhalt archiviert am 2022-12-21

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Papierindustrie fordert Aufnahme von Recycling in RP6

Ein Projektmanager vom Verband der Europäischen Papierindustrie CEPI (Confederation of European Paper Industries) hat seine Besorgnis über die fehlenden Bestimmungen zu Recyclingtechnologien im Sechsten Rahmenprogramm (RP6) geäußert. Paul-Antoine Lacour sagte gegenüber CORDIS...

Ein Projektmanager vom Verband der Europäischen Papierindustrie CEPI (Confederation of European Paper Industries) hat seine Besorgnis über die fehlenden Bestimmungen zu Recyclingtechnologien im Sechsten Rahmenprogramm (RP6) geäußert. Paul-Antoine Lacour sagte gegenüber CORDIS-Nachrichten: "Es liegt hier ein echtes Paradoxon vor. Während die nachhaltige Entwicklung klar als vorrangiger Themenbereich festgelegt wird, konzentriert sich der Bereich "Technologien für die nachhaltige Entwicklung" lediglich auf Themen aus den Bereichen Energie und Verkehr, wird aber nicht den Technologien gerecht, die erneuerbare und wiederverwertbare Materialien wie Papier nutzen." Die Bedenken von CEPI beziehen sich auf drei Themen, die nach Überzeugung des Verbandes in den Vorschlägen für das RP6 vernachlässigt worden sind: Wiederverwertbarkeit, Erneuerbarkeit und die Schnittstelle zwischen Papier und den elektronischen Medien. Lacour war allerdings erfreut zu erfahren, dass das Parlament für 334 Änderungen gestimmt hat, was er als "relativ zufriedenstellend" betrachtet. Der Verband hat sich nach der Veröffentlichung der Mitteilungen über den Europäischen Forschungsraum (EFR), das RP6 und die spezifischen Programme mehrfach schriftlich an die Europäische Kommission gewandt. Er drückte gegenüber Achilleas Mitsos, dem Generaldirektor der GD Forschung, seine Bedenken über den "ungenauen Wortlaut" der Vorschläge aus und bat darum, die Forschung in den Bereichen Wiederverwertbarkeit und Erneuerbarkeit "deutlich hervorzuheben, wobei ein besonderes Augenmerk auf Prozesse und Materialien" gerichtet werden sollte. Die Kommission hat in ihrer Antwort dargelegt, dass diese Themen unter den vorrangigen Themenbereich "Nachhaltige Entwicklung und globale Veränderung" fallen werden, doch die CEPI würde es begrüßen, wenn dies in den Vorschlägen deutlicher zum Ausdruck gebracht werden würde. Lacour würde es zudem befürworten, wenn der Verknüpfung von Print- und elektronischen Medien, die unter dem vorgeschlagenen Programm "Technologien der Informationsgesellschaft" vorrangig behandelt werden, mehr Aufmerksamkeit zukäme. Er erklärte gegenüber CORDIS-Nachrichten, dass während Fördermittel für die Entwicklung elektronischer Medien zugeteilt würden, die Schnittstelle zwischen elektronischen Medien und Papier, nämlich "wie der Mensch lebt und lernt", in den Vorschlägen nicht erwähnt werde. CEPI würde es außerdem begrüßen, wenn die Papierforschung in einem anderen vorgeschlagenen Themenbereich berücksichtigt würde, und zwar in dem Bereich "Lebensmittelsicherheit und Gesundheitsrisiken". Lacour bestätig zwar, dass die Forschung im Bereich Nahrungsmittel äußerst wichtig sei, betont aber auch die Bedeutung der Forschung über die Verpackung zum Schutz der Nahrungsmittel, und bezieht dies auch auf die intelligenten Verpackungsmaterialien, die den Verbraucher über den Zustand der darin enthaltenen Nahrungsmittel informieren. Nichts davon werde in den Vorschlägen der Kommission berücksichtigt, so Lacour.

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