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Inhalt archiviert am 2022-12-21

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Bedeutet die Zunahme der Weltklasse-Forschungsstätten im VK weniger Förderung für die einzelnen Standorte?

Es sollte darauf hingewirkt werden, dass die Hochschulforschung im Vereinigten Königreich insgesamt nicht unter der in der letzten nationalen Leistungsbewertung festgestellten rekordverdächtigen Zahl von Weltklasse-Forschungsinstituten leidet, hieß es von verschiedenen Seiten....

Es sollte darauf hingewirkt werden, dass die Hochschulforschung im Vereinigten Königreich insgesamt nicht unter der in der letzten nationalen Leistungsbewertung festgestellten rekordverdächtigen Zahl von Weltklasse-Forschungsinstituten leidet, hieß es von verschiedenen Seiten. Da finanzielle Förderung im VK nur dann gewährt wird, wenn ein solches Niveau erreicht wird, und eine Erhöhung der Mittel zurzeit nicht in Aussicht ist, kam die Sorge auf, dass bestimmte Hochschulen weniger Mittel erhalten könnten, obwohl sie ihr Forschungsniveau verbessert haben. Diese Meinung vertritt Professor Derek Burke von der hochrangigen Expertengruppe für Biowissenschaften der Europäischen Kommission. Er befürchtet, die britische Hochschulforschung könnte an internationalen Talenten, an finanziellen Mitteln und an Mitarbeitern verlieren, nachdem nun eine neue Forschungs-Bewertung (Research Assessment Exercise, RAE), die als Grundlage für die Vergabe von rund 5Milliarden Pfund an Forschungsmitteln dient, vorgelegt wurde. Professor Derek Burke, der an den britischen Universitäten von Warwick und East Anglia tätig war, erklärte am 18.Dezember gegenüber CORDIS-Nachrichten, er befürchte, dass die guten Ergebnisse eine zukünftige Forschungsfinanzierung gefährden könnten, da inzwischen zu viele Fachbereiche ein Niveau erreicht hätten, das sie zu finanzieller Unterstützung berechtigt. Er fügte hinzu, dass eine Einschränkung der Förderung Entlassungen zur Folge haben und die Forschung an britischen Hochschulen für talentierte Wissenschaftler aus dem übrigen Europa und anderen Ländern weniger attraktiv werden lassen könnte. Die "Times" berichtete am 10.Dezember 2001, dass laut der letzten RAE aus dem Jahr 1996 weniger als ein Drittel der bewerteten Akademiker in Fachbereichen tätig waren, die zur Weltklasse gehören. Daneben hieß es, die nun festgestellte sprunghatfte Verbesserung könnte bedeuten, dass manche Forschergruppen kurzfristig bei der Vergabe der Mittel zu kurz kommen könnten. Die Zeitung zitierte einen hochrangigen Mitarbeiter der RAE, der sagte: "Die Forschung wurde bisher immer selektiv gefördert, indem diejenigen das meiste Geld erhielten, die die besten Noten vorweisen konnten. Das bedeutet, dass den besten Fachbereichen ausreichend Geld zur Verfügung stand, um zu expandieren und gute Forscher einzustellen, was auch so gedacht war." Die "Save British Science society" (SBS) begrüßte die Ergebnisse der jüngsten RAE, rief die britische Regierung aber auf, dafür zu sorgen, dass die Forschung nicht gerade wegen ihres Aufschwungs benachteiligt wird. "Nach einem langen und rigorosen Erneuerungsprozess besteht heute kein Zweifel mehr, dass die Hochschulforschung die an sie gestellten Anforderungen erfüllt", sagte Dr.Peter Cotgreave, Direktor der SBS. "Die Forschung hat ihren Anteil geleistet - nun müssen [der britische Premierminister] Tony Blair und [Schatzkanzler] Gordon Brown nachziehen." Er forderte die Regierung des VK auf, "in diesen Erfolg zu investieren", und warnte, andernfalls könnten Finanzierungslücken entstehen. Der Wissenschafts- und Technologieausschuss des britischen Unterhauses wird nun die RAE im Hinblick auf die Stichhaltigkeit der Ergebnisse und zukünftige Strategien für die Vergabe höherer finanzieller Mittel an die Hochschulforschung untersuchen.

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Vereinigtes Königreich

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