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Bewerberländer müssen mehr für den Unternehmergeist tun - Bericht

Ein Bericht über die Maßnahmen der Bewerberländer für mehr Unternehmergeist und Wettbewerbsfähigkeit verweist auf Verbesserungen in der Ausbildung, der öffentlichen Verwaltung und unterstützenden Dienstleistungen für Unternehmen, empfiehlt jedoch zusätzliche Anstrengungen beim...

Ein Bericht über die Maßnahmen der Bewerberländer für mehr Unternehmergeist und Wettbewerbsfähigkeit verweist auf Verbesserungen in der Ausbildung, der öffentlichen Verwaltung und unterstützenden Dienstleistungen für Unternehmen, empfiehlt jedoch zusätzliche Anstrengungen beim Zugang zu Finanzmitteln (vor allem zu Gunsten von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)), die Schaffung einer Kultur der Innovation in der Wirtschaft und einen flexiblen Arbeitsmarkt. Der Bericht wurde von Vertretern der Wirtschaft und der staatlichen Behörden der Bewerberländer erstellt und stellt das Gegenstück zu einem Bericht über die EU-Mitgliedstaaten aus dem Jahr1998 dar, dem BEST (Förderung des geschäftlichen Umfelds) -Bericht. Der neue Bericht trägt den Titel "CC BEST". Der Bericht umfasst Profile der einzelnen Bewerberländer, in denen jeweils zwei bewährte Verfahren des Landes dargestellt werden. Ein Beispiel ist Malta, wo ein eigenes Referat geschaffen wurde, das sich um die Effizienz der kleinen Unternehmen bemüht und als Vermittler zwischen Wirtschaft und Verwaltung fungiert. Ein anderes Beispiel ist das Netz der zentralen Anlaufstellen in Rumänien, wo neu gegründete Unternehmen sich eintragen lassen können und die notwendigen Betriebsgenehmigungen erhalten. "Auf dem Gebiet der Ausbildung für eine unternehmerische Gesellschaft bestehen zahlreiche Praktiken, die im Allgemeinen von den Behörden, den Bildungseinrichtungen (darunter auch den Hochschulen) und in geringerem Ausmaß der Wirtschaft koordiniert werden", heißt es in dem Bericht. Zahlreiche neue Initiativen wie etwa Kurse über Marktwirtschaft und die Gründung fiktiver Unternehmen in berufsbildenden Schulen befinden sich zurzeit in der ersten Testphase. Der Bericht machte mehrere Bereiche aus, in denen weitere Maßnahmen notwendig sind, wie etwa die Stärkung der Verbindungen zwischen Behörden, Schulen, Hochschulen und der Wirtschaft sowie den Aufbau von Lehrplänen, die den Anforderungen kleiner Unternehmen besser entsprechen und die Lernenden bestärken, eigene Unternehmen zu gründen. Darüber hinaus seien die Bewerberländer mit dem Problem der Finanzierung unternehmerischer Initiativen in Zeiten knapper Haushaltsmittel konfrontiert, so der Bericht. Der Bericht erkannte, dass die meisten Bewerberländer sich bewusst zu sein scheinen, dass die Verfahren rationalisiert und administrative Hürden für die Wirtschaft und insbesondere junge, rapide wachsenden Unternehmen so weit wie möglich abgebaut werden müssen. Die Bereitstellung von unterstützenden Dienstleistungen für Unternehmen wird vom Bericht positiv gewertet, allerdings schwanke die Qualität der Unterstützung beträchtlich zwischen städtischen und ländlichen Regionen. "Wirtschaftsverbände sind in den Bewerberländern oft noch nicht ausreichend entwickelt und daher nicht in der Lage, den Unternehmen effektive Dienste zu leisten", heißt es. Die Europäische Kommission stellt sich diesem Problem, indem sie sich über das Unternehmensförderprogramm PHARE engagiert. Der Bericht betonte, dass große Anstrengungen im Bereich der finanziellen Unterstützung von KMU in den Bewerberländern notwendig seien, denn bisher weise keines der Länder zufrieden stellende Verhältnisse auf. "Auf diesem Gebiet besteht ein riesiger Nachholbedarf, und bisher wurden relativ wenige bewährte Praktiken festgestellt. Der Zugang zu finanziellen Mitteln wird zusammen mit der ausufernden Bürokratie von den Unternehmern als wichtigste Hürde für die wirtschaftliche Entwicklung empfunden. Für KMU ist es nach wie vor schwierig, ausreichende Kredite zu vernünftigen Bedingungen zu erhalten", heißt es in dem Bericht. Allerdings wurden in den letzten Jahren Verbesserungen festgestellt, zu denen in vielen Fällen die Einführung von Kreditgarantien und besonderen KMU-Kreditlinien beitrugen. Dennoch geht der Bericht davon aus, dass "es in allen Ländern immer noch notwendig ist, die Fähigkeit für neue Geschäftsideen und zur Aufstellung rentabler Geschäftspläne zu verbessern". Der Bericht empfiehlt den Bewerberländern, in Bereichen wie etwa den Schlüsselfaktoren für wirksame Kreditgarantien, der Gefahr, dass staatliche Finanzierungsprogramme zu Not leidenden Krediten führen, und der potenziellen Inanspruchnahme alternativer Finanzierungsquellen - zum Beispiel Netze privater Investoren und kleine Kreditregelegungen - tätig zu werden. Darüber hinaus ist dem Bericht zufolge "in der Wirtschaft und insbesondere bei KMU noch lange keine Innovationskultur gegeben. Es kann mehr getan werden, um Technologietransfers zu fördern, Forschungsergebnisse zu verbreiten, die Zusammenarbeit zwischen Forschungszentren und Unternehmen zu vertiefen und zur Einrichtung von Unternehmensnetzen beizutragen". Er empfiehlt den Ländern außerdem, sich für die Vereinfachung von Technologietransfers und die Einrichtung mehr am Kunden orientierter KMU einzusetzen. Ziel des Berichts war, den Bewerberländern die Möglichkeit zu geben, Erfahrungen auszutauschen und aus den Erfahrungen der anderen zu lernen. Darüber hinaus sollte er den Bewerberländern aufzeigen, was die EU-Mitgliedstaaten in diesem Bereich unternehmen, und unternehmenspolitische Initiativen auf EU-Ebene vorstellen. Die Bewerberländer müssen im Vorfeld des Beitritts die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Volkswirtschaften verbessern. Neben der Reform der Rechtsprechung und der Verwaltungsstrukturen muss jedoch ein Klima hergestellt werden, in dem Firmen gegründet werden und aufblühen können und wo unternehmerische Initiative gefördert wird.

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