LEONARDO-Programm etabliert sich nur langsam in der Geschäftswelt
In einem Bericht von Gabriele Stauner (MdEP, Deutschland) wird dargelegt, dass sich die erste Phase des Aktionsprogramms Leonardo da Vinci der Gemeinschaft nicht in der Geschäftswelt etabliert hat. Ziel des Programms ist die Gewährleistung der Umsetzung einer Berufsausbildungspolitik zur Unterstützung und Ergänzung der Aktionen der Mitgliedstaaten sowie zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten zur stufenweisen Erreichung eines offenen europäischen Raumes für Berufsausbildung und Berufsqualifikationen. Die erste Phase des Leonardo da Vinci-Programms lief von 1995 bis 1999. Stauner argumentiert, dass die Aktionsprogramme zwar äußerst wertvolle Instrumente zur Umsetzung einer europäischen Ausbildungspolitik seien, dass die Firmen sich jedoch gegen eine Teilnahme gesträubt hätten. Der Bericht fordert die Kommission auf, auf diese Frage einzugehen. Stauner fordert die Kommission auch auf, auf die Frage des sozialen Ausschlusses durch Aktivitäten des LEONARDO-Programms einzugehen. Sie unterstreicht die Ansicht, dass "Programme der Gemeinschaft zum Ziel haben müssen, die immer größer werdende Kluft zwischen hochqualifizierten und weniger qualifizierten Arbeitskräften zu verkleinern und soziale Ungerechtigkeiten zu vermindern". Darüber hinaus würde es Stauner begrüßen, wenn LEONARDO II mehr zur Etablierung der Chancengleichheit von Männern und Frauen beitragen würde. Die Kommission wird zudem aufgefordert, im Interesse der Mobilität und der Schaffung von Möglichkeiten zur Beteiligung junger Leute am Programm eine für zukünftige Begünstigte des Programms und für nationale Agenturen zugängliche Liste von Unternehmen auf ihrer Internetseite zu veröffentlichen. Stauner erwähnte auch die schlechte Verbreitung der Ergebnisse von LEONARDO I, begrüßt jedoch die Bemühungen der Kommission, dies bei LEONARO II zu verbessern. Die MdEP werden den Bericht am 17. Januar diskutieren.