Präsidentschaft holt die Ansichten der Mitgliedstaaten über eEurope ein
Zur Vorbereitung des informellen Treffens der für Telekommunikation und die Informationsgesellschaft zuständigen Minister der EU in Vitoria (Spanien) am 22.Februar hat die spanische Präsidentschaft den Ministern einen Fragekatalog gesendet, um festzustellen, wie der Aktionsplan eEurope ihrer Meinung nach vorangebracht werden sollte. In dem Fragebogen zeigt sich die spanische Präsidentschaft vor allem aus drei Gründen zufrieden über die Fortschritte von eEurope2002: Der Aktionsplan setzte ein offenes Koordinierungsverfahren ein, in das von Anfang an alle Beteiligten einbezogen werden, setzte ehrgeizige, aber realistische Ziele und konzentrierte sich auf Bereiche, wo der öffentliche Sektor einen deutlichen Unterschied zum Markt ausmachen könnte. Die enthaltenen Fragen betreffen die mögliche Struktur und Ausrichtung eines neuen Aktionsplans eEurope und seine Umsetzung und Überwachung. Im Bereich der Informationsgesellschaft konzentriert sich der Fragekatalog auf die Gebiete Standardisierung, digitales Fernsehen, Breitband sowie die Rolle der elektronischen Identifizierung bei der Förderung von Vertrauen und Sicherheit. Außerdem werden Meinungen zu Themen wie etwa der Frage gesucht, ob die Anzahl der Ziele von eEurope verringert werden, ob die Ziele Vorrang besitzen, ob die neue Initiative sich auf die eigentlichen Zuständigkeiten der Gemeinschaft konzentrieren oder den Ansatz von eEurope, auch für die Mitgliedstaaten und den privaten Sektor Ziele zu setzen, fortführen und ob der Aktionsplan alle verwandten Gemeinschaftsinitiativen wie z.B. eLearning und eContent integrieren oder ob der dezentrale Ansatz fortgesetzt werden sollte. Die Präsidentschaft bittet ferner um Äußerungen zu Fragen wie etwa der möglichen Ausrichtung der Standardisierung von konvergenten technischen Lösungen, damit sie zur Entwicklung der Informationsgesellschaft in der EU und gleichzeitig zur Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft beiträgt, den möglichen Vorteilen des digitalen Fernsehens als Zugangsplattform zur Informationsgesellschaft in benachteiligten Regionen oder Randgebieten und den Grenzen für die Schaffung eines gesamteuropäischen Marktes für den Zugang zu Breitbandnetzen und die entsprechenden Anwendungen. Außerdem betrifft der Fragekatalog die besten Verfahren zur Koordinierung nationaler elektronischer Identifizierungssysteme im Hinblick auf die Förderung des Vertrauens und der Sicherheit der Netze sowie die Gewährleistung eines sicheren Zugangs zu elektronischen Behördendiensten. Die Umfrage schließt mit der Frage "Sind Sie der Auffassung, dass die EU zum jetzigen Zeitpunkt die Möglichkeit in Betracht ziehen könnte, ein einziges, harmonisiertes elektronisches Identifizierungssystem ins Auge zu fassen, das in der gesamten EU den Zugriff auf elektronische Behördendienste gestattet?".
Länder
Spanien