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Inhalt archiviert am 2023-01-01

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Pakistanischer Präsident drängt islamische Länder, in Bezug auf Wissenschaft und Technologie zum Westen aufzuschließen

Der pakistanische Präsident General Pervez Musharraf hat den islamischen Regierungen eindringlich nahe gelegt, mehr in Wissenschaft und Technologie zu investieren, und führte dabei die EU-Mitgliedstaaten als positive Beispiele an. Bei seiner Rede zur Eröffnung einer Wissensc...

Der pakistanische Präsident General Pervez Musharraf hat den islamischen Regierungen eindringlich nahe gelegt, mehr in Wissenschaft und Technologie zu investieren, und führte dabei die EU-Mitgliedstaaten als positive Beispiele an. Bei seiner Rede zur Eröffnung einer Wissenschafts- und Technologiekonferenz forderte General Musharraf in Anwesenheit von Ministern moslemischer Länder die Einrichtung eines Fonds in Höhe von mehreren Milliarden Dollar für Forschung und Entwicklung. Hierdurch sollten, unter anderem, mehr Stipendien finanziert werden, um besonders begabten Studenten die Möglichkeit zu geben, im Ausland zu studieren und dann mit den Fähigkeiten wieder zurückzukehren, die erforderlich sind, um ihre Heimatländer aus der Armut zu holen. Weitere Finanzierung von Forschung sei erforderlich, wolle man mit der entwickelten Welt konkurrieren können, sagte General Musharraf, der es kritisierte, dass die moslemischen Nationen im Wissenschaftsbereich die Erwartungen nicht erfüllt haben. "Wir sind heute die Ärmsten, Ungebildetsten, Rückständigsten, Kränksten, am wenigsten Aufgeklärten, am stärksten Unterprivilegierten und Schwächsten des Menschengeschlechts", so General Musharraf weiter. Dieser Rückstand gegenüber dem Westen ist seiner Ansicht nach darauf zurückzuführen, dass man die Entwicklung von Bildung und Wissenschaft nicht angemessen angeht. Der Präsident nannte Deutschland und Großbritannien als Beispiele für Länder, die in Bezug auf die wissenschaftlichen Leistungen Pakistan und anderen islamischen Nationen weit voraus seien. Er wies darauf hin, dass das gemeinsame Bruttoinlandsprodukt (BIP) der islamischen Länder 1,200 Milliarden Dollar (1,379 Milliarden Euro) beträgt und somit nur wenig über dem von Deutschland liegt. Auch betonte er den unterschiedlichen Ansatz islamischer und westlicher Länder gegenüber Spitzenforschungszentren: die nur 430 Universitäten, die es in islamischen Ländern gibt, verließen im Jahr nur 500 Doktoranden mit einer abgeschlossenen Promotion, während allein in Großbritannien jedes Jahr 3.000 Absolventen promoviert würden. General Musharraf kündigte an, dass sein Minister für Wissenschaft und Technologie Dr. Attaur Rehman in nächster Zeit mehrere islamische Länder besuchen werde, um zu versuchen, die Staats- und Regierungschefs in die Bemühungen zur Förderung von Wissenschaft und Technologie einzubeziehen. Pakistan hat zudem ein Kooperationsabkommen mit Oman abgeschlossen, welches eine verstärkte Zusammenarbeit in den Bereichen Informationstechnologie und wissenschaftliche Forschung vorsieht.

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