Acht europäische Unternehmen gründen "Galileo Services"
Acht europäische Unternehmen haben am 18. März in Brüssel eine Absichtserklärung zur Gründung von "Galileo Services" unterzeichnet. Galileo Services vereinigt Unternehmen mit einem strategischen Interesse an der Entwicklung des Downstream-Marktes (Endgeräte, Anwendungen und Dienstleistungen) im Zusammenhang mit Galileo, dem europäischen Satellitennavigationsprogramm. Diese Unternehmen haben bereits ihre Bereitschaft zum Ausdruck gebracht, in Forschungs- und Entwicklungsprogramme in Verbindung mit Galileo zu investieren, insbesondere durch das Sechste Rahmenprogramm (RP6). Bei der Unterzeichnung der Erklärung bestanden die Partner auf der Notwendigkeit der Komplementarität zwischen dem amerikanischen GPS-System und Galileo. Letzteres System sollte ihren Aussagen zufolge "nicht genauer als GPS, aber durch die Gewährleistung eines unterbrechungsfreien Dienstes zuverlässiger" sein. Die Gruppe forderte ferner den Rat "Verkehr" auf, auf seinem Treffen am 26. März endgültig grünes Licht für Galileo zu geben. Sie gab zu bedenken, dass, falls es im März zu keiner Einigung komme, Frequenzen verloren gehen könnten, und dass Galileo nicht von den lukrativen Märkten profitieren würde, wenn es erst nach der Einführung der neuen Generation des amerikanischen GPS-Systems auf den Markt käme. Die Partner werden sich bemühen, die Rolle der Industrie im Galileo-Programm zu stärken und dafür zu sorgen, dass seine Entwicklung den Erwartungen der künftigen Nutzer gerecht wird. Die Gruppe umfasst Etelsat (Satellitenbetreiber), FDC (Forschungsberatung), Hispasat (Satellitenbetreiber), Indra (Raumfahrtanwendungen) Kongsberg Seatex AS (Elektronische Systeme für den maritimen Sektor), Septentrio (Entwickler von GNSS-Empfängern), Telespazio (Satellitendienste-Anbieter) und Thales (Hersteller von GNSS-Empfängern). Die Teilnehmer haben darauf hingewiesen, dass die Gruppe für andere Teilnehmer offen bleibt, langfristig vielleicht sogar für US-amerikanische Unternehmen.