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Inhalt archiviert am 2023-01-01

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Stockholm baut Wissenschaftsstadt der Zukunft

Der Wissenschaftspark Kista, der Stockholm im PAXIS-Programm der Europäischen Kommission vertritt, ist weltweit eines der führenden High-Tech-Zentren. Jetzt hat sich die Stadt Stockholm mit der Stadtverwaltung, Privatunternehmen und Schwedens Königlichem Institut für Technolog...

Der Wissenschaftspark Kista, der Stockholm im PAXIS-Programm der Europäischen Kommission vertritt, ist weltweit eines der führenden High-Tech-Zentren. Jetzt hat sich die Stadt Stockholm mit der Stadtverwaltung, Privatunternehmen und Schwedens Königlichem Institut für Technologie (KTH) zusammengetan, um Kista in eine "Wissenschaftsstadt" mit Wohnungen, Ausbildungs- und Erholungseinrichtungen zu verwandeln. Im Juli 2000 stufte die Zeitschrift Wired den Wissenschaftspark Kista unter den High-Tech-Standorten der Welt auf dem zweiten Platz nach dem Silicon Valley in den USA ein. Seit seiner Gründung im Jahre 1976 wird der Park mit Mitteln von namhaften Industrieunternehmen, wie etwa dem Mobilfunkriesen Ericsson und dem Computerschwergewicht IBM, unterstützt. 1988 wurde der Park erweitert, sodass Forschungsinstitute und Unternehmen näher zusammenrückten. Nach einem rapiden Wachstum in den Neunzigerjahren ist Kista heute führend in der Forschung und Entwicklung im Bereich der drahtlosen Kommunikation und in anderen IT-Diensten (Informationstechnologien). Anfang 2000 wurde der Plan in Angriff genommen, den Erfolg von Kista weiterzuführen und es zu einer "Wissenschaftsstadt" weiterzuentwickeln, in der Forscher, Studenten und Geschäftsleute arbeiten und leben und dabei auf keine Annehmlichkeit des urbanen Lebens, wie etwa Geschäfte, Kinos und Restaurants, verzichten müssen. Die Pläne umfassten den Bau einer neuen Autobahn, neuer Straßen und Wohnungen, von zwei Buslinien quer durch die Stadt und die Umgestaltung des Stadtzentrums mit einem Einkaufszentrum, Multiplex-Kino, Unterbringungsmöglichkeiten und Büros für die 55.000 neuen Arbeitsplätze, die die Stadt sich erhofft. Der KTH-Vorsitzende Anders Flodström sagte zu der Zeitschrift "Inside Kista", er stelle sich die Wissenschaftsstadt Kista als "eine Innenstadt ohne Parkplätze oder Straßen" vor, "in der Hochschulen, die Stadt und die Unternehmen nahtlos ineinander übergehen. Eine Innenstadt, in der Studenten, Bewohner, Forscher, Unternehmer, Techniker, Geschäftsleute, also ein Querschnitt durch die Bevölkerung einer Stadt, arbeiten und ihre Freizeit verbringen". Ein Breitbandfunknetz, das die ganze Wissenschaftsstadt Kista abdeckt, wird derzeit aufgebaut. Es ist das größte seiner Art in Schweden und wird von IT-Studenten aus Kista errichtet. Man erhofft sich, dass dieses Netz den Unternehmen, die mobile Internet-Anwendungen entwickeln, einen Wettbewerbsvorteil bringt, da es ihnen ermöglicht, ihre Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in einem realen Netz durchzuführen. Die Universität für Informationstechnologien, eine gemeinsame Initiative von KTH und der Universität von Stockholm, ist außerdem Standort einer neuen Initiative zur Steigerung der in Kista gegründeten High-Tech-Unternehmen, deren derzeitige Zahl sich innerhalb von zwei Jahren verdoppeln soll. Das neue Unterstützungssystem - Kista-Innovation und -Wachstum - umfasst eine Reihe verschiedener Unterstützungsdienste und -einrichtungen zur Förderung der Gründung neuer High-Tech-Unternehmen. Die Initiative soll Risikokapitalgeber, Patentanwälte und sonstige Dienstanbieter an einem Standort zusammenbringen, um alles anzubieten, was Startup-Unternehmen im High-Tech-Bereich benötigen, um zu existenzfähigen Unternehmen mit internationalen Erfolgschancen zu werden. Projektmanager Pär Hedberg hält zwar die vorhandenen Unternehmen in Kista für die vermutlich bedeutendste Quelle für neue High-Tech-Unternehmen, allerdings "sollte das Potenzial der Institutionen und der IT-Universität insbesondere im Hinblick auf mehr innovative Verwertungen nicht unterschätzt werden". Ein neues Unternehmen, das Kista Business Lab, soll dieses Potenzial ausschöpfen. Joakim Nilsson, Leiter des Projekts, beschreibt dieses Programm als einen "Prä-Inkubator", der die Entwicklung und Erprobung von Ideen von Studenten und Forscher der IT-Universität in einer frühen Phase ermöglicht. Der Wissenschaftspark Kista vertritt Stockholm im Netz "Spring" der Pilotaktion PAXIS (Pilot Action of Excellence on Innovative Start-ups), dem auch Cambridge, Madrid und Stuttgart angehören. Ziel der Mitglieder des Netzes, die von der Europäischen Kommission auf Grund ihrer wirtschaftlichen Stärke als "Spitzenregionen" ausgewählt wurden, ist der Austausch von Wissen und vorbildlichen Verfahren zur Förderung der unternehmerischen Initiative und der Innovation.

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Schweden

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