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Home sweet home: investigating Neolithic houses in Britain through the microwear and residue analysis of tools

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Die Häuser Großbritanniens in der Jungsteinzeit

Häuser haben im Lauf der Zeit für verschiedene Menschen verschiedene Dinge bedeutete. Eine EU-Initiative hat erforscht, für was sie im Großbritannien des Neolithikums standen.

Industrielle Technologien

In der Jungsteinzeit begannen die bäuerlichen Gemeinschaften Europas mit dem Bau fester und dauerhafter Wohnstätten. Aber welche Bedeutung hatten diese Behausungen dann für die Bewohner Großbritanniens? Um dieser Frage nachzugehen, betrachtete das EU-finanzierte Projekt HOUSE (Home sweet home: Investigating Neolithic houses in Britain through the microwear and residue analysis of tools), auf welche Weise die Häuser errichtet wurden, wie Leben in ihnen die Aufgaben des täglichen Lebens beeinflusste und wie derartige Veränderungen die neolithische Gesellschaft prägten. Um zu verstehen, welche Arten von Aktivitäten in den Häuser und um sie herum stattfanden, starteten die Projektpartner unter der Voraussetzung, dass es in deren Umgebung Räume gibt, die durch Tätigkeiten wie Kochen und Töpfern gekennzeichnet sind. Sie rekonstruierten im Folgenden den Charakter und die räumliche Anordnung derartiger materieller Praktiken durch Analyse der dafür verwendeten Werkzeuge. Von daher analysierten die Forscher mikroskopisch kleine Abnutzungsspuren an Werkzeugen für Materialien wie etwa Holz, Knochen und Tierhäuten sowie an Werkzeugen verbliebene Rest von beispielsweise Blut, Mineralien und Pflanzenstärke. Das HOUSE-Team führte zwei Fallstudien über Häuser der Jungsteinzeit auf den Orkney-Inseln, wo mehrere Siedlungen mit gut erhaltenen Steinhäuser gefunden wurden, und die Siedlung in Durrington Walls in der Nähe von Stonehenge durch. Die an den Siedlungen auf den Orkney-Inseln durchgeführte Analyse verschafft Einblicke in die verschiedenen Aufgaben, für die Werkzeuge eingesetzt wurden. Die Spuren zeigen, dass eine breite Palette von Aktivitäten mit den Häusern verknüpft waren, etwa im Zusammenhang mit der Jagd, der Bearbeitung von Häuten, der Keramikherstellung und der Pflanzenverarbeitung. Insbesondere Schaber wurden für eine Vielzahl von handwerklichen Tätigkeiten gebraucht. Weitere Erkenntnisse zeigen, dass die meisten Werkzeuge mit der Praxis des Aufgebens einer Wohnstätte verbunden waren. In Durrington Walls ergab zeigt eine Analyse von Pfeilspitzen, dass sie von jungen und/oder unerfahrenen Feuersteinbearbeitern hergestellt wurden. Somit konnte der Siedlungstyp in dem Gebiet sowie das Potenzial für das Erlernen und den Erwerb von Fertigkeiten aus rituellen oder zeremoniellen Aktivitäten geklärt werden. HOUSE gab einigen Aufschluss über die Rolle von Häusern bei der Entwicklung von neolithischen Gesellschaften in Großbritannien und somit über die Menschen, die in ihnen lebten.

Schlüsselbegriffe

Großbritannien, Neolithikum, Jungsteinzeit, HOUSE, Werkzeuge

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