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Busquin: Forschen, um den Verkehrskollaps zu vermeiden

"Ohne Forschung gibt es keine Zukunft, und Europa wird nicht zu den notwendigen innovativen Lösungen gelangen, wenn nicht ausreichend in die Forschung investiert wird", sagte EU-Forschungskommissar Busquin bei der Eröffnung der Konferenz "Surface transport technologies for sus...

"Ohne Forschung gibt es keine Zukunft, und Europa wird nicht zu den notwendigen innovativen Lösungen gelangen, wenn nicht ausreichend in die Forschung investiert wird", sagte EU-Forschungskommissar Busquin bei der Eröffnung der Konferenz "Surface transport technologies for sustainable development" in Valencia (Spanien) am 3. Juni. Busquin zufolge werde der Frachtverkehr, sofern nichts unternommen wird, bis 2010 um 38 Prozent und der Personenverkehr um 24 Prozent steigen, "sodass der Straßenverkehr wohl kurz vor dem Kollaps stünde". Hinzu kämen noch die höhere Umweltbelastung und steigende Unfallzahlen. Neben weiteren Investitionen müsse Europa die Effizienz der Forschungspolitiken steigern, so Busquin. "Das Projekt "Europäischer Forschungsraum" (EFR) verfolgt genau dieses Ziel, nämlich die Optimierung der Ressourcen und Maßnahmen auf gemeinschaftlicher, nationaler und privater Ebene", sagte er. Busquin zeigte sich zufrieden, dass die Akteure auf dem Gebiet der Verkehrsforschung das Konzept des EFR nachvollziehen konnten. "Es muss nur noch in Aktionen umgemünzt werden", sagte er. Außerdem verwies das Kommissionsmitglied auf die Bedeutung der Beiräte wie etwa ACARE (Luftfahrtforschung) und ERRAC (Eisenbahnforschung), die in seinen Augen eine genauere Festlegung der Prioritäten gestatten. Was den technischen Fortschritt anbelangt, wäre nun der richtige Zeitpunkt, um eine breite Technologieplattform zu Brennstoffzellen und der so genannten "Wasserstoff-Wirtschaft" einzurichten. "Dort sollten alle Beteiligten an dieser in technologischer Hinsicht wesentlichen Entwicklung, von der Wirtschaft über Behörden, die Forschung bis hin zu den Nutzern, vertreten sein", sagte er. Darüber hinaus regte er die Einrichtung weiterer solcher Plattformen an, an denen alle Akteure im Bereich der "relevanten Technologien für die Zukunft der Mobilität" beteiligt sein sollten. Angesichts der bevorstehenden Markteinführung neuartiger Werkstoffe, Technologien und Dienste wie etwa Galileo, dem europäischen Satellitennavigationssystem, erwartet Busquin bedeutende Entwicklungen im nachhaltigen Land- und Seeverkehr. Diese betreffen nach seiner Einschätzung in erster Linie den Lärmschutz, die Senkung der CO2-Emissionen und die Erhöhung der Sicherheit und der Leistung. "Der politische Wille, gepaart mit den Chancen, die Forschung und Technologie bieten, dürfte das erforderliche Gleichgewicht der Verkehrsträger herstellen", erklärte Busquin. "Dies ist jedoch nur dann sinnvoll, wenn diese Entwicklung von wissenschaftlichen und technologischen Spitzenleistungen, intensiver Zusammenarbeit und tatsächlicher Koordinierung der Maßnahmen auf nationaler Ebene unterstützt wird."

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