Busquin: "Nanotechnologie kann wissenschaftliche Zusammenarbeit fördern"
Die Forschung im Bereich Nanotechnologie kann den Wissensaustausch und die Entwicklung internationaler Wissenschaftsnetze fördern, sagte Forschungskommissar Philippe Busquin anlässlich eines Presse-Briefings auf der Konferenz "Nanotechnology: a new industrial revolution?" (Nanotechnologie: eine neue industrielle Revolution?) am 14. Juni in Grenoble (Frankreich). "Aufgrund der notwendigen Anstrengungen erstreckt sich die Forschung im Bereich Nanotechnologie über die gewöhnlichen geografischen Grenzen hinaus", erklärte Kommissar Busquin. "Heute steht sie im Zentrum einer nie da gewesenen internationalen Zusammenarbeit und fördert den Lernprozess sowohl innerhalb Europas als auch zwischen Europa, den USA, Asien und anderen Regionen." Busquin sagte, die Eigenschaften der Nanotechnologie - der Wissenschaft zur Manipulation von Teilchen und Schaffung von Materie auf Zell- oder Atomebene - erforderten stärker strukturierte und integrierte Forschungsanstrengungen. Er sagte, dies sei ein Schlüsselziel des Europäischen Forschungsraums, das durch das Sechste Rahmenprogramm für Forschung (RP6) unterstützt werde. Busquin fügte hinzu, dass die "Nano"-Forschung zur Vermeidung verstreuter Forschungsbemühungen größtenteils unter dem Schwerpunktbereich des RP6 "Nanotechnologie, multifunktionale Werkstoffe und neue Produktionsverfahren und -anlagen" zusammengefasst werde. Dieser thematische Schwerpunktbereich werde zwei Ziele haben, erklärte er - Ausbau der Grundlagenkenntnisse auf diesem Gebiet und Förderung des Entstehens neuer Industriesektoren. Die Nanotechnologie werde auch in geringerem Maße im Rahmen der Schwerpunktbereiche "Genomik und Biotechnologie im Dienste der Gesundheit" und "Technologien der Informationsgesellschaft" erforscht. Zwei neue Instrumente, die unter dem RP6 ins Spiel gebracht werden - integrierte Projekte und Exzellenznetze - werden zur Schaffung der kritischen Masse in Schlüsselbereichen der Forschung wie Nanotechnologie beitragen und die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Wissenschaft zu Gunsten der europäischen Wissenschaft fördern, so Busquin.