Parlament nimmt Kompromiss bezüglich der Regeln für die Beteiligung am RP6 an
Das Europäische Parlament hat am 3. Juli einen Kompromiss bezüglich der Regeln für die Beteiligung am Sechsten Rahmenprogramm (RP6) für Forschung und Entwicklung (FuE) angenommen. Der Kompromiss, der von der Berichterstatterin Godelieve Quisthoudt-Rowohl, Schattenberichterstattern und der spanischen Präsidentschaft erreicht wurde, berücksichtigt die größten Bedenken der MdEP. Wie von den MdEP gefordert, gibt es nun für die Projekte die Option der Bewertung nach einem zweistufigen Verfahren. Gemäß einer weiteren Forderung der MdEP werden die wissenschaftliche und technologische Qualität eines Vorschlags sowie der Innovationsgrad erstes Auswahlkriterium sein. Darüber hinaus deckt der nach dem Verfahren der Konsultation erzielte Kompromissbeschluss die Teilnahmeregeln am Sechsten Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom) ab. Das Parlament verabschiedete eine Änderung, die eine weitere Unterstützung für die Fusionsforschung unter dem RP6 möglichst nahe an der des RP5 vorsieht, damit es bei einem angemessenen Umfang der Tätigkeiten für Kernfusion innerhalb des integrierten europäischen Kernfusionsprogramms bleibt. Das Parlament befürwortet als unterstützende Mittel einen Satz von 24 Prozent, die Kommission hingegen schlägt 17,5 Prozent vor.