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Projekt "Unfallverhütungskarte" basiert auf einem Vorschlag für das Fünfte Rahmenprogramm

In Spanien wird zurzeit ein ursprünglich für das Fünfte Rahmenprogramm vorgelegter Forschungsvorschlag vermarktet. Diese Lösung könnte jedes Jahr Tausende von Arbeitsunfällen vermeiden helfen. Das Projekt "Prevencard", eine Karte, die die gesamte Krankengeschichte, Einzelheit...

In Spanien wird zurzeit ein ursprünglich für das Fünfte Rahmenprogramm vorgelegter Forschungsvorschlag vermarktet. Diese Lösung könnte jedes Jahr Tausende von Arbeitsunfällen vermeiden helfen. Das Projekt "Prevencard", eine Karte, die die gesamte Krankengeschichte, Einzelheiten zu Krankheiten und die Blutgruppe ihres Trägers enthält, wird von Josep Piqué, dem spanischen Minister für Wissenschaft und Technologie, nachdrücklich unterstützt. Die Karte soll aber nicht nur die wichtigste Datenquelle darstellen, wenn ihr Träger einmal medizinische Hilfe benötigt, sondern auch eine wichtige Rolle in der Unfallverhütung spielen. Arbeiter können beispielsweise an einer auf der Karte abgedruckten Skala ablesen, welches Gefahrenniveau ein bestimmter Arbeitsgang aufweist. Die Skalen zeigen außerdem an, was vor einem Arbeitsgang unterlassen werden sollte, so z.B. der Genuss von Alkohol oder die Einnahme von Schlafmittel. Die Arbeiter erhalten außerdem Angaben über die bei gefährlichen Arbeitsgängen zu verwendende Schutzbekleidung wie etwa entsprechende Helme, Schuhe und Brillen. Normalerweise liegen diese Angaben den Vorgesetzten bereits vor, in manchen Fällen wird die korrekte Vorgehensweise jedoch aus wirtschaftlichen Erwägungen übergangen. Wenn die entsprechenden Angaben auf der Karte zur Hand sind, bedeutet dies, dass eine "doppelte Verantwortung" des Vorgesetzten und des Arbeiters für die Einhaltung aller Bestimmungen besteht. Wenn es dennoch zu einem Arbeitsunfall kommt, gewährleistet die Karte, dass schnelle und möglichst effektive Hilfe geleistet werden kann. Da die Krankengeschichte des Betroffenen vorliegt, sind weniger oder gar keine Tests notwendig. Zudem ist dies von besonderer Bedeutung, wenn der Betroffene sich auf Grund der Verletzung nicht verständlich machen kann oder eine fremde Sprache spricht. Die Karten enthalten ferner eine Unfallversicherungspolice und Angaben zu einzelnen Regelungen in verschiedenen Ländern. Rund 125.000 solcher Karten werden bereits von Unternehmen in Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und England eingesetzt.

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