Skip to main content

Article Category

Nachrichten

Article available in the folowing languages:

Vereinigtes Königreich sucht Möglichkeit, der Öffentlichkeit wissenschaftliche Themen nahe zu bringen

Parallel zu den Bemühungen der Europäischen Kommission, den Dialog zwischen Wissenschaftlern und Bürgern zu verstärken, führt das Vereinigte Königreich eine Studie zur Analyse der Möglichkeiten durch, wie die Regierung Hilfestellung bei der Vermittlung wissenschaftlicher Theme...

Parallel zu den Bemühungen der Europäischen Kommission, den Dialog zwischen Wissenschaftlern und Bürgern zu verstärken, führt das Vereinigte Königreich eine Studie zur Analyse der Möglichkeiten durch, wie die Regierung Hilfestellung bei der Vermittlung wissenschaftlicher Themen erhalten könnte. Das Vereinigte Königreich legte ebenfalls ein Konsultationspapier zu möglichen Bereichen für eine staatlich geförderte Forschung auf. Die britische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft wird die Studie über Wissenschaft und Gesellschaft durchführen, wobei sie eine repräsentative Auswahl von Stellen zu Rate zieht, die wissenschaftliche Themen vermitteln. Anschließend wird dem britischen Wissenschaftsminister Lord Sainsbury ein Bericht übergeben. "Im Allgemeinen steht die britische Bevölkerung der wissenschaftlichen Forschung sehr positiv gegenüber [...]. Wir benötigen jedoch heute, in einer Zeit der schnellen wissenschaftlichen Fortschritte, einen effektiveren Dialog zwischen Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit", sagte Lord Sainsbury bei der Ankündigung der Studie. "Wir haben uns definitiv von den Zeiten entfernt, in denen Vermittler wissenschaftlicher Themen die Öffentlichkeit nur über die Wissenschaft und ihre Vorteile aufzuklären brauchten. Was wir nun benötigen, ist ein effektiver wechselseitiger Dialog und eine Debatte zwischen denjenigen, die wissenschaftliche Forschung betreiben, und der Öffentlichkeit." Der britische Premierminister Tony Blair hob in seiner jüngsten Rede über die Wissenschaft ebenfalls die Bedeutung der Überwindung des Grabens zwischen Wissenschaft und Gesellschaft hervor. Er sagte: "Wir benötigen bessere, stärkere und klarere Methoden der Kommunikation zwischen der Wissenschaft und den Menschen. Die Gefahr liegt in der Ignoranz gegenüber dem Standpunkt des Anderen; die Lösung liegt im gegenseitigen Verständnis. Es ist daher ein tiefgehender, verbindlicher Dialog mit der Öffentlichkeit erforderlich. Wir müssen das Vertrauen in einer Weise wiederherstellen, dass die Wissenschaft neue Chancen aufzeigen und neue Lösungen anbieten kann." Ein separates Konsultationspapier zeigt Themen auf, die im Rahmen der nächsten Phase des auf die Zukunft ausgerichteten "Foresight programme" des britischen Ministeriums für Handel und Industrie untersucht werden sollten. Aus der Liste 12 möglicher Themenbereiche und eventueller neuer Vorschläge von dritter Seite werden einige ausgewählt, die zu den beiden bereits untersuchten Themen noch hinzukommen: Hochwasser und Sicherung der Küsten sowie kognitive Systeme. Die 12 möglichen Themenbereiche lauten: Vertrauen im Cyberspace, der Lebenszyklus von Produkten, Bodennutzung, Energie für die Zukunft, unheilbare Infektionskrankheiten, Infrastruktur des 21. Jahrhunderts, Nutzung von Wissen, kreative Freizeit, intelligente Infrastruktursysteme, Hirnforschung und Drogen, intelligente Suchmaschinen und neue Technologien im Dienste der Gesundheit. Die Konsultationen werden bis zum 4. Dezember 2002 stattfinden.