Skip to main content
Weiter zur Homepage der Europäischen Kommission (öffnet in neuem Fenster)
Deutsch Deutsch
CORDIS - Forschungsergebnisse der EU
CORDIS

Article Category

Inhalt archiviert am 2023-01-01

Article available in the following languages:

Busquin fordert öffentlichen und privaten Sektor zu mehr Investitionen in FuE auf

EU-Forschungskommissar Philippe Busquin hat den öffentlichen und den privaten Sektor aufgefordert, einen Beitrag zur Erhöhung der Investitionen in FuE (Forschung und Entwicklung) in Europa zu leisten. Anlässlich einer Veranstaltung des CEA (Commissariat à l'Energie Atomique) ...

EU-Forschungskommissar Philippe Busquin hat den öffentlichen und den privaten Sektor aufgefordert, einen Beitrag zur Erhöhung der Investitionen in FuE (Forschung und Entwicklung) in Europa zu leisten. Anlässlich einer Veranstaltung des CEA (Commissariat à l'Energie Atomique) am 10. September sagte Busquin, es sei kein Geheimnis, dass Europa zu wenig für die FuE aufwendet. Für den Rückstand bei den Investitionen machte er vor allem den Privatsektor verantwortlich, dessen FuE-Investitionen nur 1,1 Prozent des BIP der EU ausmachten, während die USA auf 1,8 Prozent und Japan auf 2,1 Prozent kämen. Er betonte jedoch, dass auch der Staat seine Aufgaben erfüllen müsste. "Den europäischen und den einzelstaatlichen Behörden kommt eine wichtige Rolle zu. Vor allem geht es darum, die Bedingungen für Investitionen zu verbessern, d.h. dafür zu sorgen, dass Humanressourcen und Kapitalmärkte, unternehmerische Initiative, Wettbewerbsumfeld und Regulierung der Innovation zugute kommen." Busquin schlug vor, eine Mitteilung zu verabschieden, um eine Diskussion zu diesen Fragen einzuleiten. Außerdem wies er darauf hin, dass Investitionen in FuE nicht ausschließlich als Ausgabe, sondern als Investition für zukünftige Generationen betrachtet werden sollten. "Sie bestimmen den wissenschaftlichen und technologischen Fortschritt, der von entscheidender Bedeutung für ein nachhaltiges Wachstum und qualitativ hochwertige Arbeitsplätze in einer modernen, wissensbasierten Wirtschaft ist." Auch die Kommission habe für Veränderungen in der Industriepolitik der EU plädiert, was Busquin zufolge grundlegend sei, "wenn wir die Herausforderungen von Lissabon und Barcelona annehmen wollen". "Ein wichtiger Faktor für den Erfolg dieser Initiativen ist das Streben nach Kohärenz zwischen einerseits der FuE, die solche neuen Chancen möglich macht, und andererseits [...] dem Rechtsrahmen, der eine schnellere Kommerzialisierung neuartiger Technologien ermöglicht". Als Beispiel für Bereiche, in denen eine geeignete Industriepolitik angebracht ist, führte das Kommissionsmitglied die Biotechnologie und die Brennstoffzellentechnologie an. "Wie diese beiden Beispiele zeigen, muss die Industriepolitik die Quantität und die Qualität des Wissens berücksichtigen, das Voraussetzung für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit ist. Blieben Forscher und öffentliche und private Investitionen unberücksichtigt, würde die Industriepolitik leer laufen, da sie das Wissen, das sie antreibt, vernachlässigt." Von Investitionen in FuE würden alle Sektoren profitieren, so Busquin, und dies vor allem nach der Einrichtung eines Europäischen Forschungsraums (EFR). "Der Europäische Forschungsraum ist als ein Raum der gemeinsamen Werte gedacht, in dem der Zugang zu Wissen und der Dialog zwischen denen, die Wissen produzieren (die Forscher), denen, die von den Ergebnissen profitieren (die Gesellschaft), und denen, die für die Lenkung des Wissensflusses und die Verwertung der Ergebnisse zuständig sind (öffentliche und private Stellen) von grundlegender Bedeutung sind".

Mein Booklet 0 0