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Vereinte Nationen streben Vertrag zum Verbot des Klonens an

Ein internationaler Vertrag zum Verbot des reproduktiven Klonens von Menschen rückt seiner Umsetzung einen Schritt näher, nachdem der Rechtsausschuss der Generalversammlung der Vereinten Nationen eine Arbeitsgruppe zum Entwurf eines Abkommens eingerichtet hat. Es wird jedoch e...

Ein internationaler Vertrag zum Verbot des reproduktiven Klonens von Menschen rückt seiner Umsetzung einen Schritt näher, nachdem der Rechtsausschuss der Generalversammlung der Vereinten Nationen eine Arbeitsgruppe zum Entwurf eines Abkommens eingerichtet hat. Es wird jedoch erwartet, dass das Verfahren Jahre dauert, da alle 190 Mitgliedsnationen die Gelegenheit haben, sich zu äußern. Der umstrittene Wissenschaftler Dr. Severino Antinori hat bereits verkündet, er arbeite an der Schaffung des ersten menschlichen Klons. Obwohl viele Experten der Meinung sind, es könne einige Jahre dauern, bis er erfolgreich ist, sagt Antinori, der Erfolg könne sich aufgrund der technischen Fortschritte schnell einstellen. Jeder Versuch zur Schaffung eines menschlichen Klons wäre mit Gefahren für Mutter und Kind verbunden. Beispielsweise war das Schaf Dolly der einzige Erfolg von 247 Versuchen zum Klonen von Schafen. Viele geklonte Tierföten entwickeln beträchtliche Missbildungen und gehen spontan ab. Hierbei ist häufig das Leben der Mutter in Gefahr. Dr. Antonori hat eigenen Angaben zufolge eine Methode zum Embryo-Screening gefunden, um die Anzahl der Fehlgeburten zu reduzieren. Andere Mediziner sagen jedoch, es gebe keine Möglichkeit, diejenigen Embryos zu entdecken, die sich nicht normal entwickeln werden. Sämtliche Versuche zum Klonen eines Babys werden allgemein verurteilt. Viele Länder führen ihre eigenen Gesetze zum Verbot des Klonens von Menschen ein. Die USA streben ein generelles Verbot des Klonens von Menschen an. Im VK ist es bereits verboten, nachdem Ende letzten Jahres ein eilig entworfenes Gesetz im Parlament verabschiedet wurde. Im vergangen Jahr wurde ausführlich über die Schaffung des "ersten menschlichen Embryo-Klons" in den USA berichtet. Es fand jedoch kein Versuch statt, diesen einer Frau einzupflanzen. Dies veranlasste den Europäischen Forschungskommissar Philippe Busquin, die europäische Ablehnung zusammenzufassen: "Nicht alles, was wissenschaftlich möglich und technisch durchführbar ist, ist notwendigerweise wünschenswert oder zulässig", sagte er. "Die Entwicklungen in den USA demonstrieren die Dringlichkeit und Notwendigkeit einer europäischen Debatte und Position zur embryonalen Stammzellenforschung." Die Nutzung der Klontechnologie ist jedoch höchst umstritten, da andere Forscher besorgt sind, ein vollständiges Verbot zum Klonen von menschlichen Embryos könne die künftige medizinische Forschung gefährden. Insbesondere betrachten einige Forscher Embryoklone als Quelle für Stammzellen, die eines Tages dazu beitragen könnten, Behandlungsmöglichkeiten für viele verschiedene Krankheiten bereitzustellen.