Kommission legt Benchmarking-Indikatoren für eEurope 2005 vor
Die Europäische Kommission hat einen Vorschlag für Benchmarking-Indikatoren für den Aktionsplan eEurope 2005 veröffentlicht, den sie dem Rat auf der Ratstagung "Telekommunikation" am 5. Dezember zur Annahme vorlegen wird. Mit Hilfe der Benchmarking-Indikatoren kann die Politik den Fortschritt des Aktionsplans eEurope 2005 in bestimmten politischen Schlüsselbereichen - Internet-Nutzung und Breitband-Zugänge, elektronische Behördendienste, das Umfeld des elektronischen Geschäftsverkehrs und Datensicherheit - überwachen. Bei der Aufstellung ihrer Indikatoren war die Kommission bemüht, die Lehren aus dem Benchmarking ihres letzten Aktionsplans (eEurope 2002) zu analysieren, das Grundsätze für die nächste Benchmarking-Studie enthielt. Die Schlussfolgerungen dieser Analyse ergaben: die Notwendigkeit, statistische Indikatoren z.B. nach Alter, Geschlecht und Branchen aufzuschlüsseln, um die politischen Schlüsselindikatoren zu ergänzen, die Bedeutung von Zahlen aus Drittländern, um die Leistung der EU mit der Weltklasse vergleichen zu können, und die Notwendigkeit, die Ergebnisse umgehend auf der eEurope-Website bereitzustellen. Diese Analyse berücksichtigt die EU-Erweiterung und weist daher darauf hin, dass das Benchmarking ab 2004 auch die Anforderungen und Besonderheiten der Beitrittsländer zu berücksichtigen hat. Diese Länder werden außerdem aufgefordert, ab 2003 an den Erhebungen von Eurostat und so bald wie möglich an den von der Kommission in Auftrag gegebenen Erhebungen teilzunehmen. Was die Beobachtung der Internet-Nutzung in Europa anbelangt schlägt die Kommission vor, Daten über den Anteil der Haushalte mit Internet-Zugang, den Anteil der regelmäßigen Internet-Nutzer, den Anteil der regelmäßigen Internet-Nutzer bei der Arbeit und die Kosten des Internet-Zugangs zu erfassen. Zusätzliche Indikatoren umfassen Daten darüber, mit welchen Geräten die Nutzer ins Internet gehen, und über den Anteil der Unternehmen mit eigenen Websites. Ein Schlüsselziel des Aktionsplans eEurope 2005 ist das Angebot von elektronischen Behördendiensten der EU und einzelstaatlicher Stellen. Um die Fortschritte dieser Politik zu bewerten, schlägt die Kommission einen Schlüsselindikator vor, der die Anzahl der online angebotenen grundlegenden öffentlichen Dienste misst, sowie weitere Daten, aus denen sich der Anteil der Privatpersonen und Unternehmen ergibt, die das Internet nutzen, um auf Behördendienste zuzugreifen. Diese sollten nach dem Zweck - etwa die Einholung von Informationen oder die Einsendung von Formularen - aufgeschlüsselt werden. Zu den online angebotenen Behördendiensten gehören außerdem Online-Gesundheitsfürsorge (E-Health) und elektronisches Lernen (E-Learning). Die entsprechenden Indikatoren betreffen die Anzahl Schüler je Computer mit Internet-Zugang, den Prozentsatz der Bevölkerung, die das Internet zur Einholung von Gesundheitsdaten nutzt, und den Anteil der praktischen Ärzte, die Patientendaten elektronisch erfassen. Die von der Kommission vorgeschlagenen E-Business-Indikatoren werden Aufschluss über den Anteil des E-Commerce am Gesamtumsatz von Unternehmen geben und auf globale Indikatoren über die Übernahme und Verwendung von Informations- und Kommunikationstechnologien zurückgreifen, um die E-Business-Fähigkeit der Wirtschaft zu bewerten. Was die Analyse der Struktur der Datensicherheit in Europa anbelangt, wird vorgeschlagen, dass Daten gesammelt werden, um Aufschlüsse über den Anteil der Privatpersonen und Unternehmen mit Internet-Zugang zu erhalten, die Sicherheitsprobleme hatten. Der letzte Abschnitt befasst sich mit der Entwicklung der Verbreitung von Breitbandzugängen. Die entsprechenden Indikatoren betreffen den Anteil der Unternehmen, Behörden und Privathaushalte mit Hochgeschwindigkeitszugängen.