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Inhalt archiviert am 2023-01-13

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Keine Einigung der Mitgliedstaaten über Galileo-Projekt

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat am 23. Dezember 2002 bestätigt, dass auf Grund der Einwände einiger Mitgliedstaaten keine Einigung über ihre Beteiligung am Galileo-Projekt erzielt werden konnte. Wegen dieser Meinungsverschiedenheiten besteht die Gefahr, dass da...

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat am 23. Dezember 2002 bestätigt, dass auf Grund der Einwände einiger Mitgliedstaaten keine Einigung über ihre Beteiligung am Galileo-Projekt erzielt werden konnte. Wegen dieser Meinungsverschiedenheiten besteht die Gefahr, dass das für 2008 vorgesehene Abschlussdatum für das Galileo-Projekt, das erste europäische Satellitennavigationssystem zur Ergänzung des US-amerikanischen GPS-Netzes, nicht eingehalten werden kann. Nach Angaben der Organisation waren zwar 13 ihrer Mitgliedstaaten bereit, eine Kompromisslösung zur Finanzierung und Leitung des Projekts zu akzeptieren; zwei Mitglieder - Deutschland und Spanien - lehnten dies jedoch ab. Hierzu erklärte ESA-Generaldirektor Antonio Rodotà: "Dies ist ein schwerer Schlag für Europa. Der gesamte Raumfahrtsektor in Europa wird unter dem Abbruch der Verhandlungen schwer zu leiden haben. [...] Unsere Mitgliedstaaten konnten keine Einigung erzielen und haben dadurch den Beginn der Entwicklungs- und Validierungsphase des Projekts verzögert." Man geht davon aus, dass Deutschlands Ablehnung des Kompromisses hauptsächlich mit der Frage der Projektleitung zusammenhängt. Gemäß der derzeitigen Planung würde Deutschland rund 25 Prozent der Kosten für das System übernehmen, und seine Vertreter sind der Ansicht, dass damit dem Land die Leitung des Programms zukomme. Allerdings ist auch Italien der Ansicht, gute Argumente für die Übernahme der Projektleitung angeführt zu haben, und diese Meinungsverschiedenheit war offenbar der Grund dafür, dass Deutschland das Übereinkommen abgelehnt hat. Auch Spanien ist nicht gewillt, unter ein bestimmtes Investitionsniveau zu gehen. ESA-Sprecher Franco Bonacina äußerte gegenüber CORDIS News, dass weitere Treffen erforderlich seien und rasch Lösungen gefunden werden müssten. "Wir befinden uns in einer unglücklichen Situation, aber noch hat niemand die Hoffnung aufgegeben", sagte er. "Das Galileo-Projekt ist von großer Bedeutung für Europa, und wir hoffen, dass man sich dessen auf höchster politischer Ebene bewusst ist." Derzeit befasst sich der ESA-Rat mit dieser Frage. In den nächsten Tagen wird die Ankündigung einer Ratssitzung erwartet, auf der mit der Suche nach einem neuen Kompromiss begonnen werden soll.

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