Skip to main content
Weiter zur Homepage der Europäischen Kommission (öffnet in neuem Fenster)
Deutsch de
CORDIS - Forschungsergebnisse der EU
CORDIS

Article Category

Inhalt archiviert am 2023-01-13

Article available in the following languages:

Kommission setzt neue Technologie zur Bekämpfung der städtischen Luftverschmutzung ein

Die Gemeinsame Forschungsstelle (GFS) der Europäischen Kommission hat eine gemeinsame Pilotstudie eingeleitet, um im Januar und Februar 2003 die Luftverschmutzung in Mailand zu messen. Die Initiative in Zusammenarbeit mit der regionalen italienischen Umweltschutzagentur ARPA...

Die Gemeinsame Forschungsstelle (GFS) der Europäischen Kommission hat eine gemeinsame Pilotstudie eingeleitet, um im Januar und Februar 2003 die Luftverschmutzung in Mailand zu messen. Die Initiative in Zusammenarbeit mit der regionalen italienischen Umweltschutzagentur ARPA soll die Quelle gefährlicher Schadstoffe (PM-Particulate Matter) ermitteln und nutzt als erste das neue Single Particle Analysis and Sizing System (SPASS) der GFS. "Die Luftverschmutzung in unseren Städten erfordert rasches Handeln. Wir brauchen mehr Umweltforschung", erklärte Philippe Busquin, EU-Kommissar für Forschung. "Wir müssen die Luftverschmutzung aufdecken und messen und Änderungen der Verschmutzungsmuster aufmerksam beobachten." Die Studie setzt neue Mittel ein, um wesentliche Informationen über Einzelpartikel - einschließlich ihrer möglichen Herkunft - zu erhalten und damit lokalen und nationalen Behörden in der ganzen EU bei der Bekämpfung dieser Verschmutzung zu helfen. Die Hauptquellen der PM-Verschmutzung in der Atmosphäre sind Verkehr, Heizung und Industrie. Verschiedene Quellen führen zu verschiedenen Klassen von Einzelpartikeln. Partikel aus Verkehrsemissionen setzen sich üblicherweise aus organischen Stoffen und Nitraten zusammen; Gebäudebeheizung und industrielle Tätigkeiten führen zu Sulfaten und Landwirtschaft zu Ammonium. SPASS ermöglicht die Bestimmung und Analyse aller Partikel. Dann verwendet es diese Information in speziell entwickelten Statistikprogrammen, um den Beitrag jeder Quelle zur Partikelkonzentration in der Atmosphäre zu quantifizieren. Durch Bestimmung der Partikel an der Quelle, z. B. von Autoabgasen und Fabrikschornsteinen, und dann in der Atmosphäre kann der Beitrag jeder Art von Verschmutzung zu den PM-Konzentrationen in der Atmosphäre insgesamt analysiert werden. Konzentrationen dieser Partikel überschreiten oft die zulässige Grenze nach den Gesundheitsnormen der Europäischen Kommission, und aus einer neueren Studie der GFS geht hervor, dass der Grad der Partikelverschmutzung in Norditalien zu den höchsten in Europa gehört. Hohe PM-Konzentrationen in der Atmosphäre führen zu Lungen- und Herz-Kreislauf-Problemen. Zur Lösung dieser Probleme haben einige Behörden bereits kostspielige Maßnahmen getroffen, wie Verkehrsverbote in Städten während bestimmter Zeiträume des Tages oder der Woche. Es wird erhofft, dass diese Initiative die wissenschaftlichen Kenntnisse über die Herkunft von Luftschadstoffen stark erweitern wird und kostengünstige Maßnahmen ermöglichen wird, wie sie im Programm "Saubere Luft für Europa" (CAFÉ) der Kommission festgelegt sind. So erklärte Kommissar Busquin: "Wir wollen den nationalen und regionalen Behörden dabei helfen, das Problem besser zu analysieren, Gesundheitsrisiken in Verbindung mit gefährlichen Stoffen in der Luft zu erkennen und geeignete, kostenwirksame Gegenstrategien zu entwickeln und umzusetzen."

Mein Booklet 0 0