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Inhalt archiviert am 2023-01-13

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Bericht der EWS verleiht der Diskussion über die Einrichtung eines Europäischen Forschungsrats neuen Antrieb

Ein Europäischer Forschungsrat sei für die Entwicklung einer soliden europaweiten Forschungsbasis unbedingt erforderlich, so die Schlussfolgerung eines kürzlich erschienenen Berichts der Europäischen Wissenschaftsstiftung (EWS). Der Bericht gründet auf den Ergebnissen einer h...

Ein Europäischer Forschungsrat sei für die Entwicklung einer soliden europaweiten Forschungsbasis unbedingt erforderlich, so die Schlussfolgerung eines kürzlich erschienenen Berichts der Europäischen Wissenschaftsstiftung (EWS). Der Bericht gründet auf den Ergebnissen einer hochrangigen Arbeitsgruppe (High Level Working Group - HLWG), die eingerichtet wurde, um die Debatte darüber, was ein Europäischer Forschungsrat bieten könnte und sollte, voranzutreiben. Insbesondere beschäftigt er sich mit Fragen im Zusammenhang mit der Notwendigkeit eines Europäischen Forschungsrats, dem Umfang seiner Befugnisse und Grundprinzipien, seiner Arbeitsweise, seiner institutionellen Entwicklung und seinen Finanzierungsquellen sowie den wesentlichen Gründungsmechanismen. In dem Bericht wird vorgeschlagen, dass die Finanzierung der Aktivitäten des Forschungsrats aus nationalen und möglicherweise privaten Quellen erfolgen soll. Jedoch wird erwartet, dass die EU den größten finanziellen Beitrag leisten wird. In dem Bericht heißt es, dass bestimmte Forschungskomponenten und sich daraus ergebende finanzielle Ressourcen vom bestehenden Sechsten Rahmenprogramm (RP6) auf den Forschungsrat übertragen werden könnten. Der Generalsekretär der EWS Enric Banda begrüßte die Schlussfolgerungen des Berichts, merkte jedoch an, dass noch viel getan werden müsse bezüglich der Details hinsichtlich Struktur, Finanzierung und Arbeitsweise. "Ein Europäischer Forschungsrat, der für die Finanzierung hochqualitativer, 'von Forschern initiierter' Wissenschaft zuständig ist, ist für die zukünftige Entwicklung Europas wesentlich. Ich hoffe sehr und dränge darauf, dass die Entscheidungsträger auf der Grundlage dieses Berichts die Gelegenheit nutzen, die Einrichtung eines solchen Gremiums schnell voranzutreiben." Hinsichtlich der Rolle eines Forschungsrats in Europa empfiehlt der Bericht, dass der Forschungsrat als der Eckstein des Europäischen Forschungsraums (EFR) betrachtet werden sollte und als der Hauptweg, einen Mittelpunkt für die Grundlagenforschung in Europa zu entwickeln. Praktisch gesehen liegt die Aufgabe des Europäischen Forschungsrats darin, der Unterstützung für langfristige Grundlagenforschung einen europäischen Kontext zu verleihen. Laut dem Bericht könnte dies durch die Nutzung von Anreizen für die Initiierung neuer Bereiche innovativer Forschung und von Stipendien, das Angebot von Finanzierungsmöglichkeiten und Karrierestrukturen für junge Postdoktoranden und die Einrichtung führender kooperativer interdisziplinärer Zentren erreicht werden. Gleichzeitig soll ein Schwerpunkt für die europäische Beteiligung an globalen Programmen geboten werden. Als Reaktion auf die Befürchtungen, dass der Europäische Forschungsrat die bestehenden nationalen oder europäischen Finanzierungsstrukturen kopieren oder mit diesen in Wettbewerb treten könnte, verdeutlicht der Bericht, dass er Tätigkeitsbereiche wie z.B. die Grundlagenforschung angehen möchte, die durch die bestehenden Finanzierungsstrukturen auf nationaler oder europäischer Ebene nicht ausreichend abgedeckt werden. Dadurch würde der Europäische Forschungsrat eine zweite Säule der europäischen Forschung bilden, die Bottom-up- und langfristige Ansätze stärken und unterstützen würde. In dem Bericht wird vorhergesagt, dass die Beteiligung an solchen Aktivitäten es dem Europäischen Forschungsrat ermöglichen würde, Rat zu europäischer Forschungspolitik zu erteilen. So könnten Probleme wie Überschneidungen, Fragmentierung und Isolierung von Forschungsbemühungen, mögliche Verschwendung von Mitteln durch Unterstützung von Forschung mit fragwürdigem Potenzial sowie Beschränkungen der Mobilität von Forschern angegangen werden. In Anbetracht der dringenden Notwendigkeit, einen Europäischen Forschungsrat einzurichten, empfiehlt der Bericht, ein bereits gesetzlich verfasstes Gremium mit der geeigneten Kultur und den entsprechenden Eigenschaften und Interessenvertretern wie die EWS zu nutzen. Wenn diese Empfehlung angenommen wird, wäre eine vollständige Neubeurteilung der Rolle und der Arbeitsweise der EWS erforderlich, so der Bericht. Dieser Ansatz wird von Banda favorisiert. "Die EWS, in der die meisten Forschungsräte und nationalen Forschungsorganisationen Europas zusammentreffen, ist besonders gut dazu in der Lage, zum Projekt eines Europäischen Forschungsrats beizutragen. Sie ist sowohl bereit als auch fähig, sich schnell zu entwickeln und zu verändern und sich an diesem Bestreben zu beteiligen."

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