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Inhalt archiviert am 2023-01-13

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G8-Länder einigen sich auf Aktionsplan über Wissenschaft und Technologie für nachhaltige Entwicklung

Am 3. Juni, dem letzten Tag ihres Gipfeltreffens in Evian (Frankreich), verabschiedeten die G8-Länder einen Aktionsplan im Bereich Wissenschaft und Technologie (W&T) zur Förderung der weltweiten nachhaltigen Entwicklung. In einer gemeinsamen Erklärung der acht Staats- und Reg...

Am 3. Juni, dem letzten Tag ihres Gipfeltreffens in Evian (Frankreich), verabschiedeten die G8-Länder einen Aktionsplan im Bereich Wissenschaft und Technologie (W&T) zur Förderung der weltweiten nachhaltigen Entwicklung. In einer gemeinsamen Erklärung der acht Staats- und Regierungschefs der G8, zu denen auch Deutschland, Frankreich, Italien und das VK zählen, heißt es, man sei sich der Notwendigkeit bewusst, "die Entwicklung saubererer und effizienterer nachhaltiger Technologien zu fördern". Weiter heißt es in der Erklärung: "Die Kooperationsforschung auf dem Gebiet der Transformationstechnologien könnte zur Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung beitragen, indem die Umweltbelastung eingedämmt und die Treibhausgasemissionen im Hinblick auf den globalen Klimawandel [gesenkt] werden". Die Staats- und Regierungschefs sind sich dabei bewusst, dass die Entwicklungsländer Unterstützung beim Auf- und Ausbau einer Wissensbasis auf dem Gebiet der nachhaltigen Entwicklung benötigen: "Wir bekräftigen unsere beim Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung gegebene Zusage, sie im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit bei der Verbesserung ihrer Forschungskapazitäten zu unterstützen." Der im Hinblick auf diese Ziele aufgestellte Aktionsplan umfasst die folgenden drei Schlüsselbereiche, in denen, so die Erklärung, große Fortschritte möglich sind: Koordination der Erdbeobachtungsstrategien, ökologischerer und effizienterer nachhaltiger Energieeinsatz sowie Nachhaltigkeit und Produktivität in der Landwirtschaft und Erhaltung der biologischen Vielfalt. Was die Erdbeobachtung anbelangt, sieht der Aktionsplan für die kommenden zehn Jahre eine engere Koordinierung der Strategien vor, so dass Datenlücken geschlossen werden, und schlägt Verbesserungsmaßnahmen im Bereich der Meldung und Speicherung von Beobachtungsdaten auf globaler Ebene vor. Um die Umstellung auf sauberere Energietechnologien zu beschleunigen, versprechen die acht Industrieländer, "die Grundlagenforschung auf dem Gebiet der erneuerbaren Energieträger [z.B. Solarenergie und Biomasse] zu fördern", Forschungsergebnisse weiterzugeben und neuartige Technologien zu unterstützen, die Entwicklung von Brennstoffzellen und der Wasserstofftechnologie voranzutreiben und "die internationale Zusammenarbeit und den Informationsaustausch in der vorwettbewerblichen Forschung zu intensivieren". Den Entwicklungsländern soll bei der nachhaltigen Verbesserung ihrer landwirtschaftlichen Produktionsleistung unter die Arme gegriffen werden, indem die G8 die Beratungsgruppe für internationale Agrarforschung (CGIAR) unterstützen, deren Aufgabe es ist, die neuesten Ergebnisse der Agrarforschung zu verbreiten. Abschließend weist die Erklärung darauf hin, dass diese Gruppe auch Möglichkeiten prüfen sollte, "um Entwicklungsländer zu unterstützen, die eigene Forschungsprogramme in den genannten drei Bereichen durchführen. Dies könnte u.a. dadurch geschehen, dass die Möglichkeit geprüft wird, unsere Forschungsprogramme für Drittländer zu öffnen".

Länder

Kanada, Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Russland, Vereinigtes Königreich, Vereinigte Staaten

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