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Inhalt archiviert am 2023-01-13

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Studie zeigt, wie Europa die Kyoto-Ziele erreichen kann

Laut den Teilnehmern einer kürzlich durchgeführten finnischen Studie könnte der Einsatz von auf Hochtemperatur-Supraleitern (HTS) basierenden Geräten im Stromnetz der EU dazu beitragen, die Kohlendioxid (CO2)-Emissionen um bis zu 52 Millionen Tonnen zu reduzieren. HTS-Leite...

Laut den Teilnehmern einer kürzlich durchgeführten finnischen Studie könnte der Einsatz von auf Hochtemperatur-Supraleitern (HTS) basierenden Geräten im Stromnetz der EU dazu beitragen, die Kohlendioxid (CO2)-Emissionen um bis zu 52 Millionen Tonnen zu reduzieren. HTS-Leiter sind in der Lage, elektrischen Strom widerstandsfrei zu leiten. Dadurch wird Energie als überschüssige Wärme freigegeben. Während andere Supraleitungsgeräte auf sehr niedrigen Temperaturen gehalten werden müssen, um erfolgreich betrieben werden zu können, können HTS-Geräte bei weit höheren Temperaturen arbeiten. Dadurch wird keine zusätzliche Energie erzeugt und dies führt somit zu weniger Treibhausgas-Emissionen. Während HTS-Geräte bereits für die Bereiche Computertechnologie und Kraftfahrzeugmotoren entwickelt wurden, entschlossen sich Risto Mikkonen, der Wissenschaftler, der die Studie leitete, und seine Kollegen der Abteilung Supraleitung an der Universität von Tampere in Finnland, das kommerzielle Potenzial dieser Materialien zur Reduzierung von Treibhausgasen bei der Energieerzeugung zu untersuchen. Die Energieerzeugung ist die größte Quelle von Treibhausgas-Emissionen. Unter dem Kyoto-Abkommen hat die EU sich verpflichtet, in der ersten Periode von 2008 bis 2012 die Treibhausgas-Emissionen um acht Prozent zu reduzieren. Das Expertenteam verwendete das finnische Stromnetz als Modell und untersuchte, was passieren würde, wenn alle vorhandenen konventionellen Transformatoren, Generatoren und synchronen Motoren in Finnland durch HTS-Geräte ersetzt würden. Dabei berücksichtigten sie die Erzeugung und den Verbrauch von Strom. Ausgehend von der Energie, die mindestens erforderlich ist, damit die Geräte wirtschaftlich sind, kam die Studie allein für das finnische Stromnetz zu dem Ergebnis, dass die Emissionen um 0,8 bis 1,55 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr reduziert werden könnten. Das macht zwischen ein und zwei Prozent der von Finnland produzierten Treibhausgas-Emissionen aus. Werden die Ergebnisse auf die gesamte EU ausgeweitet, könnten die CO2-Emissionen laut der Studie um 27 bis 53 Millionen Tonnen reduziert werden, was 33 bis 65 Prozent der Kyoto-Verpflichtungen der EU entspricht. Gestützt auf ein Marktdurchdringungsmodell haben Dr. Mikkonen und sein Team errechnet, dass es mindestens 20 Jahre dauern würde, um diese Reduzierung zu erreichen. Dies sollte jedoch ihrer Meinung nach nicht vom Einsatz solcher Materialien abhalten. "Unsere Ergebnisse werden die Gerätehersteller interessieren, die ständig nach neuen Entwicklungen im Bereich der elektrischen Energie suchen. Obwohl es einige Zeit dauern wird, diese neue Technologie einzuführen, könnten die Umweltvorteile die Kommerzialisierung beschleunigen", so Dr. Mikkonen.

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