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Studie: Klare Verbindung zwischen Brustkrebs bei Müttern und Tumoren bei Kindern

Mütter von Kindern, die unter bestimmten Arten von Krebs leiden, haben ein erhöhtes Brustkrebsrisiko. Dies geht aus den Ergebnissen einer am 24. September auf der Europäischen Krebskonferenz in Kopenhagen (Dänemark) vorgestellten Studie hervor. Dong Pang, Epidemiologe bei der...

Mütter von Kindern, die unter bestimmten Arten von Krebs leiden, haben ein erhöhtes Brustkrebsrisiko. Dies geht aus den Ergebnissen einer am 24. September auf der Europäischen Krebskonferenz in Kopenhagen (Dänemark) vorgestellten Studie hervor. Dong Pang, Epidemiologe bei der britischen Forschungsgruppe für bei Kindern und in Familien auftretenden Krebsarten, und sein Kollege Julian Birch untersuchten die Mütter von über 2.500 Kindern unter 15 Jahre, die zwischen 1954 und 1996 an Haut-, Gehirn- und sonstigen Typen solider Tumore litten. Insgesamt 95 Fälle von Brustkrebs wurden entdeckt - ein Drittel mehr als prognostiziert - und die Wissenschaftler stellten fest, dass das Brustkrebsrisiko sich zu erhöhen schien, wenn der Krebs bei dem Kind in frühen Jahren diagnostiziert wurde oder wenn das betroffene Kind ein Junge war. Dr. Pang sagte gegenüber den Delegierten auf der Konferenz, dass das erhöhte Brustkrebsrisiko auf eine Form der Interaktion zwischen Mutter und Fötus während der Schwangerschaft zurückzuführen sein und das Hormon Östrogen ebenfalls eine Rolle bei der Entwicklung des Krebses spielen könnte. "Wir wissen, dass Keimbahnmutationen in bestimmten Genen, insbesondere in dem Tumorsuppressorgen p53, das Brustkrebsrisiko bei jungen Frauen und das Risiko für bestimmte Tumoren bei Kindern stark erhöhen", erklärte Dr. Pang. "Der Fötus selbst ist aktiv an der Produktion und Regulierung von Östrogen, einem Hormon, das ein anerkannter Risikofaktor für Brustkrebs ist, beteiligt. Wir sind der Meinung, dass eine Kombination aus einer Störung der normalen Rolle von p53 in der Zellzykluskontrolle und einer hormonalen Störung während der Schwangerschaft zur Entwicklung von Brustkrebs bei der Mutter und von Krebs beim Kind beiträgt", führte er weiter aus. Dies ist die erste Studie, die einen derart großen und umfassenden Datensatz verwendet, um eine klare Verbindung zwischen Brustkrebs bei Müttern und soliden Tumoren bei Kindern aufzuzeigen. Dr. Pang ist zuversichtlich, dass die Ergebnisse der Studie seiner Gruppe zu einem besseren Verständnis der Frage beitragen werden, wie und wann der Prozess der Krebsentstehung eingeleitet wird. "Die vorliegende Studie deutet darauf hin, dass die Schwangerschaft ein entscheidender Zeitraum für die Entwicklung von Brustkrebs bei Müttern und bestimmten Krebsarten bei Kindern ist. Weitere Forschungsanstrengungen unter Einbeziehung molekularbiologischer Studien werden zur Klärung dieser Frage beitragen", mutmaßte er.

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