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Neuer Bericht bewertet den Einfluss der IST-Forschung auf die EU-Politik

Die Europäische Kommission hat einen neuen Bericht veröffentlicht, in dem der Beitrag von Forschungsprojekten im Bereich der Technologien der Informationsgesellschaft (IST) zur EU-Politik bewertet wird. In dem Bericht "How R&D can impact on policy making" (Auswirkung der F&E ...

Die Europäische Kommission hat einen neuen Bericht veröffentlicht, in dem der Beitrag von Forschungsprojekten im Bereich der Technologien der Informationsgesellschaft (IST) zur EU-Politik bewertet wird. In dem Bericht "How R&D can impact on policy making" (Auswirkung der F&E auf die Politik) wird der Einfluss von 13 IST-Projekten des Fünften Rahmenprogramms analysiert. Jedes Projekt konzentrierte sich auf zentrale EU-Politikbereiche wie die Strategie von Lissabon, nachhaltige Entwicklung, eEurope und Governance. Laut dem Bericht können Forschungsprojekte auf drei Arten einen Beitrag zur Politik leisten. Erstens unterstützen die Projektergebnisse die Entwicklung der allgemeinen sozioökonomischen Wissensbasis, mit der bestehende politische Maßnahmen umgesetzt und überwacht werden. Zweitens helfen die Ergebnisse vorheriger Initiativen bei der Gestaltung der zukünftigen Richtung der IST-Forschung und schlussendlich können Projektergebnisse einen direkten Beitrag zur Entwicklung neuer politischer Maßnahmen leisten. Eins der in der Studie untersuchten Projekte ist die ECLIP-Initiative. Das Hauptziel von ECLIP war es, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) für die rechtlichen Rahmenbedingungen des E-Commerce zu sensibilisieren. Das Projektkonsortium erstellte eine Übersicht über aktuelle E-Commerce-Verordnungen, die KMU betreffen, stellte Lücken und Missverhältnisse fest und erteilte ausführliche Empfehlungen zu deren Überwindung, einschließlich offizieller Politikvorschläge. Zusätzlich zu der Ausarbeitung von Empfehlungen für neue Rechtsvorschriften leistete das ECLIP-Projekt außerdem Unterstützung bei der Formulierung des E-Commerce-Inhalts im Aktionsplan eEurope 2002, der zentrale politische Rahmen der EU im Bereich IST, so das Fazit des Berichts. Neben einer ähnlichen Analyse der zwölf weiteren Projekte führt der Bericht an, dass die IST-Forschung zwar einen direkten Beitrag zur EU-Politik leisten kann und auch leistet, zur Maximierung ihres Einflusses jedoch noch mehr getan werden kann. Ein Kritikpunkt lautet, dass die Forschungsergebnisse häufig nicht an die Interessengruppen weitergegeben werden, die sie am dringendsten benötigen. Eine Situation, der durch die Schaffung interdisziplinärer Kontaktgruppen zum Ideen- und Informationsaustausch Abhilfe geschaffen werden könnte. Ein weiterer Verbesserungsvorschlag bezieht sich auf den verstärkten Einsatz von Politikforen als integraler Bestandteil von Projektmaßnahmen. "Eine direkte Beteiligung politischer Einrichtungen in ganz Europa könnte einen Fokussierungs- und Bewusstseinsbildungseffekt haben", so der Bericht. Eine abschließende Empfehlung betrifft den Abgleich von Erkenntnissen aus unterschiedlichen Forschungsprojekten in verwandten oder ergänzenden Bereichen, um ein "umfassendes Bild" eines bestimmten Politikbereichs zu schaffen. Was die Zukunft betrifft, so wird in der Studie die Schlussfolgerung gezogen, dass unter dem Sechsten Rahmenprogramm (RP6) geförderte Großprojekte dazu ermutigt werden, einen Teil ihrer Zeit für die Analyse sozioökonomischer Fragen im Zusammenhang mit der betreffenden Technologie aufzuwenden. Weiterhin werden vorrangige Bereiche des RP6 wie "Bürger und modernes Regieren in der Wissensgesellschaft" und "Politikorientierte Forschung" ein ausgewogenes Verhältnis zwischen gezielten technologischen Forschungsarbeiten und allgemeineren sozioökonomischen Maßnahmen wahren.