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Liikanen: Innovation und Unternehmertum immer noch Mangelware in Europa

"Wir brauchen ein innovativeres Europa mit mehr Unternehmertum", sagte der EU-Kommissar für Unternehmen und die Informationsgesellschaft Erkki Liikanen gegenüber den Delegierten, die am Eurochambres-Kongress am 9. Oktober in Rom teilnahmen. Die Kommission werde ihren Teil zur...

"Wir brauchen ein innovativeres Europa mit mehr Unternehmertum", sagte der EU-Kommissar für Unternehmen und die Informationsgesellschaft Erkki Liikanen gegenüber den Delegierten, die am Eurochambres-Kongress am 9. Oktober in Rom teilnahmen. Die Kommission werde ihren Teil zur Förderung der Innovation mit der Veröffentlichung eines Aktionsplans für Innovation beitragen, kündigte Liikanen an. Das Dokument wird Maßnahmen herausstellen, die auf EU-Ebene umgesetzt werden könnten, um Unternehmen dabei zu unterstützen, durch Innovation wettbewerbsfähiger zu werden, und wird im kommenden Jahr pünktlich zur Erweiterung veröffentlicht. Liikanen zufolge müssten die Unternehmen bereit sein, Risiken einzugehen und mit neuen Ideen zu experimentieren, damit es zu Innovationen kommen kann. Während es in einigen Mitgliedstaaten eine sehr starke unternehmerische Tradition gebe, habe die EU im Allgemeinen ein "Defizit" in diesem Bereich, sagte er. Infolgedessen bleibt die allgemeine Kapazität für Innovation relativ gering im Vergleich zu den wichtigsten Global Players. Experten behaupten, dass die Tatsache, dass europäische Unternehmen weniger für Forschung und Entwicklung (F&E) ausgeben als Unternehmen in den USA oder Japan, ein Grund für die schwächere Innovationsleistung Europas sein müsse. "Wir sind immer noch nicht gut genug, was die Einführung neuer Industrie- und Unternehmensprozesse, neuer Produkte und Dienstleistungen sowie deren Nutzung zur Beherrschung des internationalen Wettbewerbs betrifft", erklärte der Kommissar. Liikanen zufolge steht die notwendige Verbesserung der Situation weit oben auf der Tagesordnung der Kommission. Er wies darauf hin, dass diverse Schlüsselinitiativen auf EU-Ebene bereits im Gange seien, um zur Festigung der Innovations- und Unternehmerbasis in Europa beizutragen. Hierzu gehören der Aktionsplan der Kommission, der auf die Erhöhung der Investitionen in F&E auf drei Prozent bis zum Jahr 2010 abzielt, die Einführung eines neuen Verfahrens zur Bewertung der Auswirkungen, das auf die Verbesserung der Rechtsvorschriften abzielt, die die Art der Unternehmertätigkeit in Europa regeln, sowie ein Grünbuch zum Unternehmergeist. Im Anschluss an die breite öffentliche Diskussion über das Grünbuch kündigte Liikanen an, dass gegen Ende des Jahres ein Aktionsplan für Unternehmertum vorgestellt und auf dem Frühjahrsgipfel der EU zur weiteren Debatte vorgelegt werde.