Nationales Forschungsprogramm der Schweiz von Haushaltsengpässen nicht betroffen
Wie der Schweizerische Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF) mitteilt, wird seine zweite Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen seit der Verabschiedung der Forschungsschwerpunkte im Jahr 2001 von der unsicheren finanziellen Lage nicht betroffen sein. Außerdem wird die Aufforderung erstmals auch die Geistes- und Sozialwissenschaften umfassen. Die nationalen Forschungsschwerpunkte sollen die Schweizer Forschung in strategisch wichtigen Bereichen wie der Nanotechnologie und der Genetik verstärken und gleichzeitig ihr Profil auf internationaler Ebene verbessern. Internationale Expertengruppen, die das zur Umsetzung dieser Ziele aufgestellte Programm geprüft haben, kommen zu überwiegend positiven Ergebnissen. Das Programm führte außerdem dazu, dass mehr ausländische Forscher zum Arbeiten in die Schweiz kamen bzw. Schweizer Forscher, die zuvor im Ausland tätig waren, in ihre Heimat zurückkehrten. Das Bundesamt für Bildung und Wissenschaft und der Schweizerische Nationalfonds sind sich einig, dass die Finanzierung dieser Schwerpunkte trotz der momentan unsicheren finanziellen Lage weitergehen soll, obwohl das Entlastungsprogramm für den Bundeshaushalt noch keine Lösung für das Finanzierungsproblem enthält. Nachdem sich der Nationalrat Ende September dafür ausgesprochen hat, dass Forschung und Bildung von den Haushaltskürzungen weniger als andere Bereiche betroffen sein sollten, besteht in der schweizerischen Forschung die Hoffnung, dass der Haushalt des Programms auf seinem 2001 beschlossenen Niveau bleiben kann. Im Anschluss an eine Studie im Rahmen der ersten Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen, die die Lage der Geistes- und Sozialwissenschaften in der Schweiz untersucht hat, werden diese Wissenschaften in der zweiten Ausschreibung erstmals berücksichtigt. Die Untersuchung zeigt auf, dass die Rahmenbedingungen für Lehre und Forschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften wegen massiv gestiegenen Studentenzahlen heute ungleich schlechter sind als in den Naturwissenschaften, technischen Wissenschaften und der Medizin.
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