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EU-Projekt startet erstes virtuelles Institut für Mikroverkapselung

Ein von der EU finanziertes Projekt hat das erste europäische virtuelle Institut für Mikroverkapselung ins Leben gerufen. Es soll Unternehmen fachliche Beratung darüber bieten, wie aus den Technologien auf diesem Gebiet marktfähige Produkte entstehen können. Das Projekt "VI B...

Ein von der EU finanziertes Projekt hat das erste europäische virtuelle Institut für Mikroverkapselung ins Leben gerufen. Es soll Unternehmen fachliche Beratung darüber bieten, wie aus den Technologien auf diesem Gebiet marktfähige Produkte entstehen können. Das Projekt "VI Best" wurde mit 1,8 Millionen Euro aus dem Unterprogramm "Wettbewerbsfähiges und nachhaltiges Wachstum" des Fünften Rahmenprogramms gefördert und umfasst 15 Partner aus Lehre und Forschung sowie der Wirtschaft in acht Mitgliedstaaten und der Schweiz. Die Mikroverkapselung - ein Prozess, bei dem Kapseln hergestellt werden, indem eine winzige Menge eines Stoffs mit einer Beschichtung überzogen wird - wird in einer Vielzahl von industriellen Anwendungen von Nahrungsmitteln über pharmazeutische und Hygieneprodukte bis hin zur Fotografie und zum Drucken ausgiebig eingesetzt. Obwohl es sich um einen großen Markt handelt, wird sein Potenzial zu weniger als zehn Prozent genutzt. Laut Damien Lemaire, Projektpartner und zukünftiger Leiter der Rechtsabteilung des Instituts, sind Unternehmer mit verschiedenen großen Hindernissen konfrontiert, wenn sie eine Mikroverkapselungsanwendung auf den Markt bringen wollen. "Die Entwicklung einer Mikroverkapselungsanwendung erfordert die gebündelte Fachkompetenz zahlreicher Akteure aus verschiedenen Bereichen der Forschung und Entwicklung (FuE) und der Industrie", sagte er im Gespräch mit CORDIS-Nachrichten. "Eine der größten Herausforderungen für ein Unternehmen ist die Zusammenstellung der Mitarbeiter, denn diese müssen das erforderliche Know-how besitzen." Angesichts des breiten Spektrums an verfügbaren Mikroverkapselungstechniken ist die nächste große Hürde, die sich Unternehmern in den Weg stellt, die Zusammenstellung der entsprechenden Information für den Aufbau ihres Unternehmens. "Ein jedes Mikroverkapselungsprodukt erfordert einen produkt- oder industriespezifischen Prozess", so Lemaire. Wie Lemaire weiter erläuterte, verfolgt sein Institut in erster Linie das Ziel, Unternehmern zu helfen, geeignete Partner zu finden und anschließend unter optimalen Bedingungen ein Mikroverkapselungsprodukt zu entwickeln. "Wir wollen als zentrale Anlaufstelle für Unternehmen fungieren", sagte er. "Unsere Kerntätigkeit umfasst die Entwicklung mehrerer höchst reaktiver Dienste für ein sehr breites Spektrum an Akteuren aus der Forschungstechnologie-Entwicklung, Zulieferer und Forscher." Die Dienstleistungen umfassen ein elektronisches Schulungsangebot, eine Datenbank für Technologietransfer-Veranstaltungen und eine Online-Technologieberatung, wo Unternehmen anonym technische Fragen an eine Gruppe von Fachleuten richten können. Obwohl sich das Projekt erst in einem frühen Entwicklungsstadium befindet, haben die Sachverständigen bereits 20 Anfragen bearbeitet. "Wir sind zurzeit dabei, unseren Geschäftsplan und unsere Dienstleistungen zu überarbeiten, damit wir bis Ende 2003 über ein funktionierendes Unterstützungsangebot verfügen", erklärte Lemaire. Im Hinblick auf die Förderung des Informationsaustauschs zwischen FuE und der Industrie einschließlich kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) plant das Projektkonsortium darüber hinaus eine Reihe von Technologietransfer-Veranstaltungen. Die erste, eine Technologiemesse, findet am 11. und 12. Dezember in Genf (Schweiz) statt.

Länder

Österreich, Belgien, Schweiz, Deutschland, Griechenland, Frankreich, Italien, Niederlande

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