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Bericht: Hälfte der irischen Erwachsenen von der Informationsgesellschaft ausgeschlossen

Laut einer Studie der irischen Information Society Commission hat fast die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung des Landes keinen Zugang zum Internet. Die diesjährige Eurobarometer-Erhebung kam zwar zu dem Ergebnis, dass die Anzahl der Haushalte mit Internetzugang in Irland höh...

Laut einer Studie der irischen Information Society Commission hat fast die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung des Landes keinen Zugang zum Internet. Die diesjährige Eurobarometer-Erhebung kam zwar zu dem Ergebnis, dass die Anzahl der Haushalte mit Internetzugang in Irland höher ist als im EU-Durchschnitt, doch die Studie mit dem Titel "eInclusion- expanding the information society in Ireland" (e-Integration - Ausweitung der Informationsgesellschaft in Irland) kommt zu der Einschätzung, dass für bestimmte Gruppen der irischen Gesellschaft ein besonderes Risiko besteht, von den Möglichkeiten, die die Informationsgesellschaft bietet, ausgeschlossen zu werden. Laut der Studie haben etwa 80 Prozent aller Hausfrauen und 73 Prozent der Arbeitslosen keinen Zugang zu Internet-Einrichtungen. Rentner und die in der Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei Tätigen werden auch als Gruppen genannt, bei denen ein hohes Risiko besteht, dass sie von der Entwicklung ausgeschlossen werden. "Vielleicht noch beunruhigender ist jedoch die Tatsache, dass nur jeder Fünfte in diesen Gruppen Interesse an einem solchen Zugang bekundet - damit gibt es über 1,2 Millionen irische Erwachsene, die einfach den Wert oder die Bedeutung dieser Technologien nicht erkennen", erklärte Inez Bailey von der Information Society Commission. "Wenn dieses Problem nicht heute angegangen wird, wird dies zur Folge haben, dass wir in Zukunft sozusagen Analphabeten in IKT [Informations- und Kommunikationstechnologien] haben werden." Um diese Probleme direkt anzugehen, verweist die Studie auf die Ziele des eEurope-Aktionsplans 2005 der Europäischen Kommission und ruft die irische Regierung auf, die e-Integration zu einer politischen, wirtschaftlichen und sozialen Priorität zu machen. Es werden auch verschiedene Empfehlungen gegeben, wie die Entwicklung der Informationsgesellschaft gemessen werden kann, wie Zielgruppen motiviert werden können, sich mit IKT zu beschäftigen, und wie IKT-Zugang und -Infrastruktur sowie Breitband garantiert werden können. Die Studie schlägt insbesondere vor, ein Informationszentrum zu Forschung über e-Integration - virtueller oder physischer Art - einzurichten, um Informationen über Forschung zu e-Integration auszutauschen und Politik und Praxis auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene zu verbinden. Schließlich gibt die Studie die Empfehlung an die irische Regierung, eine hochrangige Konferenz über e-Integration auf EU-Ebene während des irischen EU-Ratsvorsitzes 2004 durchzuführen.

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