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Forscher warnen vor mehr SARS-Trägern als ursprünglich angenommen

Laut einer neuen Studie können mehr Tiere das SARS-Virus (schweres akutes respiratorisches Syndrom) in sich tragen als zuvor angenommen. Forscherteams aus den Niederlanden und Hongkong haben herausgefunden, dass Hauskatzen und Frettchen sich mit dem Virus infizieren können. ...

Laut einer neuen Studie können mehr Tiere das SARS-Virus (schweres akutes respiratorisches Syndrom) in sich tragen als zuvor angenommen. Forscherteams aus den Niederlanden und Hongkong haben herausgefunden, dass Hauskatzen und Frettchen sich mit dem Virus infizieren können. Dies lässt befürchten, dass eine Vielzahl von wilden und Haustieren mit dem Virus infiziert ist, sodass die Ansteckungsgefahr für die Menschen erneut hoch sein könnte. Je größer die Gruppe potenzieller SARS-Träger ist, desto schwieriger wird es sein, die Quelle ausfindig zu machen und einen erneuten Ausbruch der Krankheit zu vermeiden, so die Meinung vieler Wissenschaftler. "Es könnte sehr viel schwieriger werden, als wir gedacht haben", warnte Dick Thompson von der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Aufgrund dieser neuesten Forschungsergebnisse wurden nun auch der Larvenroller (Masked Palm Civet), der Marderhund und das Badger-Frettchen (Dachsfrettchen) in die Liste der Tiere aufgenommen, die das Virus in sich tragen können. Die Ergebnisse der Studie geben jedoch auch Anlass zur Hoffnung. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass Frettchen sich besser für das Testen von Arzneimitteln und Impfstoffen eignen als Affen, da sie die Symptome der Lungenerkrankung beim Menschen, die SARS verursacht, sehr viel genauer nachahmen. Auf dem ersten Treffen des Beratungsausschusses für wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet SARS der WHO am 21. Oktober in Genf wurden weitere Forschungsschwerpunkte festgelegt. Sowohl ein Standard-Diagnosetest für die Krankheit als auch Untersuchungen des Flusses der Flugpassagiere zur Bestimmung der am meisten gefährdeten Städte im Hinblick auf die internationale Ausbreitung wurden als vorrangige Maßnahmen hervorgehoben.