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Liikanen fordert bessere Verständigung zwischen der EU und Lateinamerika zur Informationsgesellschaft

Der EU-Kommissar für Unternehmen und die Informationsgesellschaft Erkki Liikanen hat einen intensivierten Dialog zwischen der EU und Lateinamerika zur Überwindung der Differenzen zu Schlüsselthemen, die auf dem bevorstehenden UN-Weltgipfel zur Informationsgesellschaft (World S...

Der EU-Kommissar für Unternehmen und die Informationsgesellschaft Erkki Liikanen hat einen intensivierten Dialog zwischen der EU und Lateinamerika zur Überwindung der Differenzen zu Schlüsselthemen, die auf dem bevorstehenden UN-Weltgipfel zur Informationsgesellschaft (World Summit on the Information Society - WSIS) diskutiert werden sollen, gefordert. Liikanen ist der Meinung, dass sich der WSIS auf die Mobilisierung der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) konzentrieren sollte, mit dem Ziel, Entwicklungsziele zu erreichen und die digitale Kluft zu reduzieren. Er ist jedoch auch der Auffassung, dass die globalen Themen im Zusammenhang mit dem Vertrauen in IKT wie beispielsweise Netzwerksicherheit und Datenschutz angegangen werden sollten. Zu diesen und anderen Themen sind die Führungskräfte der EU und Lateinamerikas jedoch nicht immer einer Meinung. In einer Rede vor einem Forum von Unternehmensleitern aus der EU und Lateinamerika am 30. Oktober in Brasilia äußerte sich Liikanen folgendermaßen: "Auf Seiten der Europäischen Kommission waren wir etwas erstaunt festzustellen, dass unsere Standpunkte im WSIS-Prozess zu einer Reihe von Schlüsselthemen trotz der in den letzten Jahren entwickelten Zusammenarbeit ziemlich unterschiedlich sind. [...] Ich möchte, dass wir herausfinden, wie wir unsere Standpunkte einander annähern können. Daher würde ich einen tief greifenden Dialog zwischen der EU und Lateinamerika zu dem Gipfel während des nächsten Vorbereitungstreffens im November in Genf vorschlagen." Trotz "schwieriger Zeiten" in der umfassenderen Beziehung zwischen der EU und dem südamerikanischen Handelsblock Mercosur nach dem Scheitern der jüngsten Gespräche der Welthandelsorganisation (WTO) machte der Kommissar geltend, dass die Zusammenarbeit zu Themen der Informationsgesellschaft das Potenzial für eine fruchtbare Partnerschaft zwischen der EU und Lateinamerika hervorgehoben habe. Unter dem @LIS-Programm (Allianz für die Informationsgesellschaft) haben die Regulierungs- und Normungsbehörden für den Telekommunikationsbereich aus Lateinamerika und der EU diverse Diskussionen abgehalten. Ein politischer Dialog zwischen beiden Regionen zu E-Strategien für die Entwicklung der Informationsgesellschaft wird zu Beginn des Jahres 2004 eingeleitet. Liikanen hob außerdem 19 Projekte mit Beteiligung von Partnern aus Lateinamerika und der EU hervor, die unter dem @LIS-Programm finanziert werden und darauf abzielen, die Vorteile der Informations- und Kommunikationstechnologien in vier vorrangigen Bereichen aufzuzeigen: lokale E-Governance, E-Learning und kulturelle Vielfalt, öffentliches E-Gesundheitswesen und E-Integration. Die Schaffung einer lateinamerikanischen Breitband-Forschungsnetzinfrastruktur und ihre Anbindung an das GEANT-Netz in Europa wird mit 12,5 Millionen Euro an Finanzierungsmitteln der Europäischen Kommission unterstützt. Seit Beginn dieses Jahres ist das Programm "Technologien der Informationsgesellschaft" des Sechsten Rahmenprogramms (RP6) tatsächlich in der Lage, Organisationen aus einer Reihe von Drittländern, einschließlich einiger aus der lateinamerikanischen Region, zu finanzieren.

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