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Inhalt archiviert am 2023-01-13

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Bericht verweist auf rasches Wachstum des finnischen Forschungssektors

Eine neue Bewertung der finnischen Forschung bestätigt, dass das Land im Bereich der Forschung eine führende Stellung einnimmt, und verweist ferner auf das rasche Wachstum, das Finnland in relativ kurzer Zeit zu dieser Position verholfen hat. Laut dem von der Akademie von Fin...

Eine neue Bewertung der finnischen Forschung bestätigt, dass das Land im Bereich der Forschung eine führende Stellung einnimmt, und verweist ferner auf das rasche Wachstum, das Finnland in relativ kurzer Zeit zu dieser Position verholfen hat. Laut dem von der Akademie von Finnland zusammengestellten Bericht sind in Finnland über 70.000 Personen (zwei Prozent der aktiven Arbeitnehmer) im Bereich Forschung und Entwicklung (FuE) tätig. Die Beschäftigtenzahl stieg zwischen 1997 und 2001 um 26 Prozent, ein Beleg für Finnlands Stellung als einer der an der Größe seiner Volkswirtschaft gemessen europaweit größten Investoren in die Forschung. Tatsächlich weisen Finnland und Schweden von allen EU-Mitgliedstaaten die höchste Zahl von Hochschulabsolventen mit abgeschlossener Ausbildung im Forschungsbereich im Alter zwischen 25 und 34 Jahren auf. Es liegen Hinweise darauf vor, dass sich nicht nur der Umfang, sondern auch die Qualität und internationale Präsenz der finnischen Forschung in den letzten zehn Jahren deutlich verbessert haben. So lag beispielsweise in den Jahren um 1990 die Anzahl der Zitate aus finnischen Veröffentlichungen unter dem OECD-Durchschnitt. Zwischen 1998 und 2002 lag die relative Häufigkeit der Zitierungen ("citation impact") dagegen um sieben Prozent über dem Durchschnittswert der OECD-Länder. Der internationale Erfolg und die verstärkten Investitionen in die finnische Forschung haben zu einer verstärkten Nachfrage nach einer Bewertung der Auswirkungen der öffentlich finanzierten Forschung geführt. Der Bericht der Akademie von Finnland verweist allerdings darauf, dass die Auswirkungen der Forschung schwierig zu beurteilen und zu messen sind. Während wirtschaftliche Auswirkungen bis zu einem gewissen Grad messbar sind, sind die sozialen Auswirkungen der Grundlagenforschung oft nur indirekter Natur und machen sich erst nach jeweils unterschiedlichen Zeiträumen bemerkbar. Dennoch steht kaum zu befürchten, dass finnische Forscher unter einer negativ eingestellten öffentlichen Meinung zu leiden hätten. Vergleiche innerhalb der OECD legen nahe, dass das hohe Bildungsniveau der Bevölkerung eine bedeutende Stärke auf dem internationalen Markt darstellt und die Finnen daher entsprechend hohen Wert auf Bildung und Forschung legen. Während der Neunzigerjahre bis heute hatten promovierte Studenten im Vergleich zu anderen Bevölkerungsgruppen in Finnland kaum Schwierigkeiten, Arbeit zu finden. Im Jahr 2000 betrug die allgemeine Arbeitslosenquote zehn Prozent. Die Quote bei Personen mit Hochschulabschluss lag dagegen bei 3,6 Prozent, bei Personen mit Doktorgrad sogar nur bei 1,5 Prozent. Die Veröffentlichung der Akademie von Finnland "Scientific Research in Finland: A Review of its Quality and Impact" (Wissenschaftliche Forschung in Finnland: Eine Untersuchung ihrer Qualität und Auswirkungen), ist die dritte derartige allgemeine Bewertung des Stands der wissenschaftlichen Forschung in Finnland. Die beiden vorhergehenden Berichte waren 1997 und 2000 erschienen.

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