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Frankreich fördert private Forschungsinvestitionen durch Gründung neuer Stiftungen

Die französische Ministerin für Forschung und neue Technologien Claudie Haigneré hat eingeräumt, dass 2003 ein schwieriges Jahr für französische Forscher war. Sie ließ jedoch verlauten, dass sich die Situation durch die Gründung neuer Forschungsstiftungen ändern werde. In ein...

Die französische Ministerin für Forschung und neue Technologien Claudie Haigneré hat eingeräumt, dass 2003 ein schwieriges Jahr für französische Forscher war. Sie ließ jedoch verlauten, dass sich die Situation durch die Gründung neuer Forschungsstiftungen ändern werde. In einem Interview mit der Zeitung "Le Monde" sagte Haigneré, dass die Haushaltskürzungen, die den öffentlichen Forschungssektor 2003 betroffen haben, ein Katalysator für Maßnahmen gewesen seien. "Die Forscher mobilisierten sich selbst und ich habe mich mit ihnen mobilisiert. Ich habe die Regierung mobilisiert [...]. Mit Erfolg. Die Finanzierung öffentlicher Forschungseinrichtungen ist stabil. Gleichzeitig macht die Anreizfinanzierung des Ministeriums Fortschritte. Die Mittel aus diesen beiden Finanzierungsquellen stehen den Organisationen zur Verfügung: dieses Geld gehört ihnen." Die 150 Millionen Euro, die die Regierung mit der Privatisierung öffentlicher Forschungsorganisationen erwirtschaftet hat, werden zur Förderung privater Investitionen eingesetzt. Dies wird zum Teil durch die Gründung neuer Stiftungen geschehen, die eine Synergie zwischen öffentlicher und privater Finanzierung herstellen werden. In Frankreich seien solche Stiftungen im Vergleich zu angelsächsischen Ländern relativ selten, hob Haigneré hervor. Das Pasteur-Institut und das Curie-Institut seien Beispiele für bereits existierende Stiftungen dieser Art. Ein mögliches Szenario wäre, einem dieser Institute öffentliche Mittel für ein Projekt zur Verfügung zu stellen, das in Zusammenarbeit mit der pharmazeutischen Industrie durchgeführt werden würde, so Haigneré. Die Regierung prüft derzeit diesen Vorschlag und wird voraussichtlich Anfang kommenden Jahres eine Mitteilung dazu veröffentlichen. Die Stärkung des wissenschaftlichen Potenzials Frankreichs sei entscheidend für die Integration in den Europäischen Forschungsraum (EFR), so Haigneré. Es laufen bereits Diskussionen über die nächste Phase der EU-Forschung - das Siebte Rahmenprogramm, und Haigneré hat ihren Kollegen bereits mitgeteilt, was ihrer Meinung nach eine der Prioritäten Europas sein sollte: "Als Vertreterin Frankreichs habe ich gefordert, die Grundlagenforschung in der europäischen Politik stärker in den Mittelpunkt zu rücken."

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