Mitteilung schlägt Maßnahmen zur Förderung der unternehmensbezogenen Dienstleistungen in Europa vor
Die Kommission hat am 4. Dezember eine Mitteilung veröffentlicht, in der Maßnahmen zur Förderung der unternehmensbezogenen Dienstleistungen in Europa vorgeschlagen werden. Mit etwa 55 Millionen Beschäftigten bilden unternehmensbezogene Dienstleistungen den größten Sektor der EU-Wirtschaft. Geringe Produktivität im Bereich der unternehmensbezogenen Dienstleistungen hat in den letzten Jahren zu Besorgnis unter den politischen Entscheidungsträgern geführt. Als Reaktion werden in der Mitteilung eine Reihe von Maßnahmen vorgestellt, mit denen dieser Trend umgekehrt und ein Gleichziehen mit den USA erreicht werden soll. Ein hervorgehobener Handlungsbereich ist die Notwendigkeit größerer Investitionen und einer stärkeren Beteiligung an Forschung und Entwicklung (F&E). In der Mitteilung werden die Unternehmen aufgefordert, stärker an den Forschungsrahmenprogrammen teilzunehmen. Das Ziel der EU, den Umfang der FuE-Investitionen auf drei Prozent des BIP zu erhöhen, wäre leichter zu realisieren, wenn dieser Sektor eine seiner wirtschaftlichen Bedeutung entsprechende Rolle dabei spielen würde, heißt es in der Mitteilung. Erkki Liikanen, EU-Kommissar für Unternehmen und die Informationsgesellschaft, sagte dazu: "Dienstleistungen spielen heutzutage eine zentrale Rolle für die Gesamtwirtschaft. Im Dienstleistungssektor werden die meisten Arbeitsplätze geschaffen und die meisten Unternehmen gegründet. Wenn wir die richtigen Rahmenbedingungen für unternehmensbezogene Dienstleistungen sicherstellen können, könnten die Produktivität und die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Wirtschaft gesteigert werden." Zu den weiteren Maßnahmen, die die Kommission innerhalb des Sektors fördern will, gehören eine intensivere Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), verbesserte statistische Indikatoren zur Unterstützung der Entscheidungsfindung und eine stärkere Konzentration auf Qualität und Transparenz zur Förderung des Wettbewerbs und des Angebots. Zur Umsetzung der im Dokument vorgestellten Vorschläge beabsichtigt die Kommission, ein europäisches Forum für unternehmensbezogene Dienstleistungen einzurichten. Auf dem Forum kommen Vertreter der EU-Institutionen, der Mitgliedstaaten, von Wirtschaftsverbänden, Arbeitnehmervertretungen, Forschungseinrichtungen und andere unternehmensnahe Interessenvertreter zusammen. Es soll die Kommission beim Verfassen eines Aktionsplans zu diesem Thema in der ersten Hälfte des Jahres 2005 unterstützen.