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Stimulating Innovation for Global Monitoring of Agriculture and its Impact on the Environment in support of GEOGLAM (SIGMA)

Projektinformationen

ID Finanzhilfevereinbarung: 603719

Status

Abgeschlossenes Projekt

  • Startdatum

    1 November 2013

  • Enddatum

    31 Juli 2017

Finanziert unter:

FP7-ENVIRONMENT

  • Gesamtbudget:

    € 11 201 214,85

  • EU-Beitrag

    € 8 750 133

Koordiniert durch:

VLAAMSE INSTELLING VOOR TECHNOLOGISCH ONDERZOEK N.V.

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Neuartige Methoden und Produkte für eine bessere globale Überwachung der Landwirtschaft

Nach Angaben der Vereinten Nationen muss die Nahrungsmittelproduktion weltweit um 70% und in den Entwicklungsländern um bis zu 100% ansteigen, um den Bedarf einer Weltbevölkerung zu decken, die bis 2050 9 Milliarden Menschen übersteigen wird. Eine nachhaltige und ausgewogene Planung und Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Ressourcen ist dafür von entscheidender Bedeutung.

Lebensmittel und natürliche Ressourcen
© Peter Gudella, Shutterstock

Im Jahr 2011 hat die Gruppe der Zwanzig die Initiative "Global Agricultural Monitoring (Geoglam)" der Gruppe für Erdbeobachtung gestartet, um Ernteprognosen zu verbessern und die Transparenz in der landwirtschaftlichen Produktion zu erhöhen. Die Schaffung eines operationellen globalen Systems zur Überwachung landwirtschaftlicher Systeme auf der Grundlage von Erdbeobachtung (EO) und In-situ-Beobachtungen würden dazu beitragen, diese Ziele zu erreichen. Der Bedarf an langfristigen Informationen über landwirtschaftliche Dynamik Auf Erdbeobachtung basierende Informationssysteme, die derzeit hauptsächlich auf kurzfristige landwirtschaftliche Produktivitätsprognosen ausgerichtet sind, müssen verbessert werden, um die verschiedenen Aspekte der Anbaupraktiken und ihre Auswirkungen auf Produktivität und Umwelt zu bewerten. Dies ist eine zentrale Voraussetzung für die Erforschung möglicher Wege zur langfristigen Nachhaltigkeit der Landwirtschaft „SIGMA ist als Teil des europäischen Beitrags zu GEOGLAM aktiv mit Expertenorganisationen weltweit vernetzt, um bestehende fernerkundungsbasierte landwirtschaftliche Überwachungstechniken zu verbessern“, sagt Dr. Sven Gilliams, Projektkoordinator für das EU-finanzierte Projekt SIGMA. SIGMA entwickelte innovative Methoden und Indikatoren zur Überwachung und Bewertung von Fortschritten in Richtung einer nachhaltigen Landwirtschaft. Der Schwerpunkt lag auf der Bewertung der längerfristigen Auswirkungen der landwirtschaftlichen Dynamik auf die Umwelt und umgekehrt. Um seine Ziele zu erreichen, führte das Projekt Kapazitätenaufbau und Datenmanagement in Forschungs- und Überwachungsorganisationen in Europa, Afrika, Asien und Lateinamerika durch. SIGMA stärkte die nationalen und globalen landwirtschaftlichen Managementkapazitäten und erleichterte den Wissensaustausch durch mehrere Schulungen, Module und Materialien zur fernerkundungsbasierten landwirtschaftlichen Überwachung. Die auf Fernerkundung basierenden Methoden identifizieren, kartieren und bewerten Folgendes: Veränderung von Landwirtschaft und Anbauflächen weltweit, regional und lokal; Veränderungen der landwirtschaftlichen Produktion und Veränderungen in den Anbaumethoden sowie Umweltauswirkungen der Landwirtschaft. Die Methoden „haben dazu beigetragen, ein globales Beobachtungssystem zur Bewertung der Auswirkungen von Ackerflächen und Veränderungen in der Umwelt zu schaffen“, erklärt Dr. Gilliams. „Dies wird die globale landwirtschaftliche Überwachung stärken, indem der Einsatz von Erdbeobachtung für Schätzungen der Pflanzenproduktion verbessert wird.“ Bündelung von Fachwissen in den Bereichen Umwelt, Landwirtschaft und Fernerkundung für ein optimiertes globales Monitoring Die Projektpartner sicherten die Dateninteroperabilität und den Zugang zum GEOSS-Data-CORE, einem verteilten Pool dokumentierter Datensätze mit uneingeschränktem und offenem Zugriff, um die Entwicklung eines globalen Systemsystems für die Überwachung von Nutzpflanzen zu unterstützen. Dies erfolgte durch die Koordinierung der Sammlung von Erdbeobachtungs- und In-situ-Daten und deren Verbreitung sowie durch die Erleichterung der Schaffung von Datenverbünden und der Nutzung von Daten in der breiteren landwirtschaftlichen Überwachungsgemeinschaft und der breiteren wissenschaftlichen Gemeinschaft. Sie erstellten auch neue lokale und globale Karten von landwirtschaftlichen Systemen. Auf einem bestimmten Projektserver ist eine Datenbank aller Produkte frei verfügbar. Es wurde eine internationale Partnerschaft gegründet, die sich aus Mitgliedern der GEO Agricultural Community of Practice und GEOGLAM-Akteuren zusammensetzt. Ein aktives Netzwerk von Agrar- und Umweltbeobachtungs- und Forschungsorganisationen in Europa, Asien, Afrika und Amerika wurde geschaffen. Das globale Netzwerk wird dank GEOGLAM und dem Joint Experiment of Crop Assessment and Monitoring weiter aktiv bleiben. Dr. Gilliams zufolge werden die neuen Produkte und Methoden dazu beitragen, dass Politiker und Entscheidungsträger besser verstehen, wie Ökosysteme und landwirtschaftliche Nachhaltigkeit durch Änderungen in der Anbauflächenverteilung und Anbaupraktiken beeinflusst werden. „SIGMA hat europäische und internationale Partner gewonnen, die einen Namen in der landwirtschaftlichen Überwachung haben“, schließt Dr. Gilliams. „Damit sind die wichtigsten Bestandteile für ein globales Agrarüberwachungssystem vorhanden, das die Überwachungsbemühungen auf der ganzen Welt zusammenführen und harmonisieren wird.“

Schlüsselbegriffe

SIGMA, Umwelt, landwirtschaftliche Überwachung, nachhaltige Landwirtschaft, Globale landwirtschaftliche Beobachtung der Gruppe für Erdbeobachtung

Projektinformationen

ID Finanzhilfevereinbarung: 603719

Status

Abgeschlossenes Projekt

  • Startdatum

    1 November 2013

  • Enddatum

    31 Juli 2017

Finanziert unter:

FP7-ENVIRONMENT

  • Gesamtbudget:

    € 11 201 214,85

  • EU-Beitrag

    € 8 750 133

Koordiniert durch:

VLAAMSE INSTELLING VOOR TECHNOLOGISCH ONDERZOEK N.V.

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