Frankreich, Schweden und Marokko arbeiten gemeinsam am Atlas-Projekt
Ein Konsortium aus Laboratorien aus Frankreich, Schweden und Marokko arbeitet an dem Atlas-Projekt, einem der Hauptprojekte des Large Hadron Collider (LHC - großer Hadron-Speicherring). Mit der Unterzeichnung eines wissenschaftlichen Kooperationsabkommens zwischen Marokko und Frankreich am 7. Januar wurde die "Internationale Forschungsgruppe" (GDRI) eingerichtet. Im Rahmen des Abkommens werden hervorragende Wissenschaftler der drei Länder gemeinsam die kleinsten Bauteile der Materie, die physikalischen Gesetze, die die Materie beherrschen, und die Raum-Zeit-Struktur des Universums untersuchen. Atlas ist die bisher größte Kollaboration im Bereich der exakten Naturwissenschaften. An dem Projekt sind bereits 2.000 Physiker von 150 Universitäten und Laboratorien in 34 Ländern beteiligt. Beim LHC, der sich im Forschungszentrum CERN in Genf (Schweiz) befindet, handelt es sich um einen Beschleuniger, der frontale Protonen-Ionen-Stöße von bisher unerreichter Energie verursacht. Die Forschung wird den Wissenschaftlern Kenntnisse über die Struktur der Materie liefern und ihnen ermöglichen, die Bedingungen, die zu Beginn des Universums gleich nach dem Urknall vorherrschten, zu rekonstruieren. Ein wichtiger Meilenstein innerhalb des Projekts war die Fertigstellung des ersten speziellen supraleitfähigen Quadrupols für die LHC Insertions im Dezember. Dies wird der erste Bereich des LHC sein, der 2004 installiert wird.