Schweiz beteiligt sich mit 400 Millionen Euro am RP6
Die Schweiz hat bestätigt, dass sie sich mit 400 Millionen Euro am Gesamthaushalt des Sechsten Rahmenprogramms (RP6) beteiligt, nachdem das Land am 16. Januar sein Abkommen über die wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission erneuert hat. Schweizer Forscher beteiligten sich an den ersten Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen für das RP6 zu den gleichen Bedingungen wie ihre EU-Pendants, und Konsortien mit einem Schweizer Partner konnten eine höhere Erfolgsquote als der EU-Durchschnitt verbuchen. Auf Seiten der Europäischen Union wurde das Abkommen von Forschungskommissar Busquin und der Botschafterin Ann Anderson als Vertreterin des irischen Vorsitzes unterzeichnet. Auf Schweizer Seite hat der Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern Pascal Couchepin das Abkommen unterzeichnet. "Der Europäische Forschungsraum wird vom erstklassigen Niveau des Schweizer Potenzials in den Bereichen Wissenschaft und Technologie profitieren. Die Schweiz ihrerseits kann vollen Nutzen aus dem [EFR] ziehen und zu seinem Aufbau beitragen", erklärte Busquin. Zusätzlich zu den Beitrittsländern und Beitrittskandidaten ist die Schweiz neben Island, Liechtenstein, Norwegen und Israel das fünfte Land, das vollständig an das EU-Rahmenprogramm assoziiert ist. Etwa 500 Schweizer Forscher sind an über 300 Projekten im RP6 beteiligt, über deren Finanzierung derzeit Verhandlungen geführt werden. Heute gehört die Schweiz weltweit zu den Ländern, die am meisten in die Forschung investieren, da ihre Ausgaben für Forschung und technologische Entwicklung derzeit etwa 2,6 Prozent ihres BIP ausmachen. Mehr als zwei Drittel dieses Betrags werden vom Privatsektor getragen, insbesondere in den Bereichen Chemie, Pharmazie, Elektrizität und Metallurgie.
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