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Inhalt archiviert am 2023-01-20

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GV-freie Lebensmittel laut Fischler nicht möglich

Landwirtschaftskommissar Franz Fischler hat die Delegierten auf einer Konferenz über organische Landwirtschaft darauf hingewiesen, dass Lebensmittel, die komplett frei von genetisch veränderten Organismen (GVO) sind, der Vergangenheit angehören. Bei der Festlegung von akzepta...

Landwirtschaftskommissar Franz Fischler hat die Delegierten auf einer Konferenz über organische Landwirtschaft darauf hingewiesen, dass Lebensmittel, die komplett frei von genetisch veränderten Organismen (GVO) sind, der Vergangenheit angehören. Bei der Festlegung von akzeptablen Grenzwerten für GVO in organischen und konventionellen Produkten müsse sich Europa von Wissenschaftlern, anstatt Politikern leiten lassen. "Wir sind aus dem Paradies vertrieben worden. Im Garten Eden war ein Grenzwert von null Prozent zweifelsohne möglich, in der realen Welt jedoch nicht", so Dr. Fischler. Diese Ansicht wurde auf der Konferenz von einer führenden Expertin des Instituts für Agrarwissenschaft der dänischen Regierung ebenfalls vertreten. Birte Boelt, Forschungsleiterin der Abteilung für Pflanzenbiologie des Instituts, sagte: "Nulltoleranz ist nicht möglich." Trotz Empfehlungen für Isolationsabstände zwischen GV-, organischen und konventionellen Anbaumethoden sowie der sorgfältigen Reinigung von Landwirtschaftsgeräten wies Dr. Boelt darauf hin: "Selbst bei größter Sorgfalt werden Fehler passieren." "Das Risiko einer GV-Verunreinigung wird mit der Zeit zunehmen", fügte sie hinzu. Dr. Fischler kündigte die Absicht der Kommission an, Schritte zu unternehmen, den Verbrauch von organischen Lebensmitteln in der EU zu steigern. Derzeit werden rund drei Prozent der gesamten konsumierten Lebensmittel organisch hergestellt. Laut Fischler könnte dieser Wert allerdings 15 Prozent betragen. Die Kommission hofft, in den kommenden Monaten einen Aktionsplan zu organischen Lebensmitteln vorlegen zu können.

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