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Inhalt archiviert am 2023-01-20

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Internationale Wissenschaftsminister fordern ungehinderten Zugang zu wissenschaftlichen Daten

Forschungsminister aus 34 Ländern sowie der Europäischen Union haben eine Erklärung über den Zugang zu öffentlich finanzierten Forschungsdaten verabschiedet mit dem Ziel, die Qualität der Wissenschaftssysteme weltweit zu erhöhen. Auf der Sitzung des Ausschusses für Wissenscha...

Forschungsminister aus 34 Ländern sowie der Europäischen Union haben eine Erklärung über den Zugang zu öffentlich finanzierten Forschungsdaten verabschiedet mit dem Ziel, die Qualität der Wissenschaftssysteme weltweit zu erhöhen. Auf der Sitzung des Ausschusses für Wissenschafts- und Technologiepolitik der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am 29. und 30. Januar wurden darüber hinaus weitere Erklärungen zur internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung, Neuroinformatik und Hochenergiephysik verabschiedet. Die Minister stellten fest, dass ein ungehinderter Zugang zu Daten, Informationen und Wissen "entscheidend zum Fortschritt in der wissenschaftlichen Forschung und Innovation beiträgt" und "den Wert öffentlicher Investitionen im Bereich der Datensammlung maximiert". Sie schlussfolgerten, dass offene, transparente Zugangsverfahren zu Forschungsdaten entwickelt werden müssen, und zwar entweder durch eine Stärkung vorhandener Instrumente oder durch die Einrichtung neuer Mechanismen der Zusammenarbeit. Als besonderes wichtig wurde in diesem Zusammenhang der gleichzeitige Schutz von geistigem Eigentum und Geschäftsgeheimnissen herausgestellt. Der Ausschuss forderte die OECD auf, einen zu einem späteren Zeitpunkt zu ratifizierenden Richtlinienkatalog aufzustellen, mit dessen Hilfe ein kosteneffizienter Zugang zu öffentlich finanzierten Forschungsdaten sichergestellt werden soll. Verabschiedet wurde darüber hinaus eine zweite Erklärung zum Beitrag, den die internationale wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten kann. Der Ausschuss erklärte: "[D]ie Globalisierung hat neue Formen von Netzwerken entstehen lassen, die die Art und Weise verändern, in der Wissen erzeugt, verbreitet und angewandt wird; umfassende Antworten, insbesondere innovative Politiken und Technologien, sind erforderlich, um das globale Ungleichgewicht [...] in Sachen Wissen und Information auszugleichen." Die Minister sprachen sich für eine Stärkung bestehender Finanzierungsprogramme und -instrumente aus, um die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung zu fördern. Der Schwerpunkt soll darauf liegen, die Öffentlichkeit auf den Beitrag der Wissenschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung aufmerksam zu machen sowie die Innovationsfähigkeit und Wissensbasis in den Entwicklungsländern zu stärken. Die internationale Zusammenarbeit war auch das zentrale Thema der Beratungen des Ausschusses zur Neuroinformatik. Der Ausschuss war sich einig darüber, dass das Studium des menschlichen Gehirns eine der wichtigsten und schwierigsten wissenschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts darstellt und in einer Verbesserung der Lebensqualität für Millionen von Menschen münden wird. Die Neuroinformatik wird bei der Verwaltung der großen Mengen wissenschaftlicher Daten, die bei solchen Forschungsaktivitäten erzeugt werden, von entscheidender Bedeutung sein. Die Minister stellten fest, dass eine koordinierte internationale Aktion erforderlich sein wird, um die benötigte Infrastruktur einzurichten. Zu diesem Zweck wurde die Gründung einer "Internationalen Koordinationsstelle für Neuroinformatik" (International Neuroinformatics Coordinating Facility - INCF) und eines entsprechenden Finanzierungsprogramms empfohlen. Aufgabe der INCF soll die Koordination der Verwaltung der verschiedenen nationalen Neuroinformatikdatenbanken sein, um einen ungehinderten Zugang zu standardisierten Daten sicherzustellen und Forschungsprojekte in diesem Bereich zu fördern und zu finanzieren. Abschließend nahm der OECD-Ausschuss den Bericht einer Arbeitsgruppe zu Projekten auf der Grundlage großer Teilchenbeschleuniger in der Hochenergiephysik entgegen und unterstützte die Erklärung der Arbeitsgruppe, dass die Anlagen der nächsten Generation auf globaler Ebene eingerichtet werden sollten. Die Arbeitsgruppe sprach sich in ihrem vom Ausschuss genehmigten Bericht ferner für die Erarbeitung eines Fahrplans für zukünftige Aktivitäten sowie die Förderung der internationalen Forschungszusammenarbeit aus.

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