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Inhalt archiviert am 2023-01-20

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Irische Ministerin fordert neue Initiative zur Unterstützung der Grundlagenforschung, jedoch ohne Bürokratie

Die irische Ministerin für Unternehmen unterstützte Forderungen nach "einer speziellen EU-Initiative, die auf die Förderung der Qualität der Grundlagenforschung ausgerichtet ist." Bei einer Rede auf einem Symposium in Dublin, Irland, am 16. Februar sagte Harney, dass der best...

Die irische Ministerin für Unternehmen unterstützte Forderungen nach "einer speziellen EU-Initiative, die auf die Förderung der Qualität der Grundlagenforschung ausgerichtet ist." Bei einer Rede auf einem Symposium in Dublin, Irland, am 16. Februar sagte Harney, dass der beste Weg zur Verbesserung der Leistung der EU im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) darin liege, für Wettbewerb zwischen den besten Forschern des Kontinents zu sorgen. Die Initiative müsse eine unabhängige globale Peer-Review von Forschern umfassen und mit einem Minimum an Bürokratie umgesetzt werden können, fügte sie hinzu. "Ich möchte nicht im Voraus die Arbeit des Symposiums mit Beschlag belegen, aber ich bin der Meinung, dass wir uns schnell und entschlossen in Richtung einer solchen Initiative bewegen sollten", erklärte Harney. "Ein deutlicher Schwerpunkt auf der wissenschaftlichen Forschung, d.h. dem Bereich, der Innovation und Wachstum vorantreibt, und die vorrangige Behandlung bestimmter Forschungsbereiche für eine gezielte EU-Förderung sind durchaus vereinbar mit einem flexiblen neuen Mechanismus zur Umsetzung einer solchen Initiative, und zwar mit einem Minimum an Bürokratie", so Harney weiter. Die Aussage der Ministerin stand im Gefolge einer Mitteilung der Europäischen Kommission, die als Vorbereitung auf die Debatte innerhalb der europäischen Institutionen über mögliche Formen der Unterstützung von Grundlagenforschung in Europa diente. Eine beliebte Option bei vielen Mitgliedern der Wissenschaftsgemeinschaft ist die Einrichtung eines Europäischen Forschungsrats (ERC). Während die genaue Art der erforderlichen Unterstützung noch nicht feststeht, ist das Engagement der Kommission, die Grundlagenforschung stärker zu fördern, sicher, wie aus den "finanziellen Perspektiven" der Kommission für 2007 bis 2013 hervorgeht. Der Vorschlag sieht ein spezielles Förderinstrument für die Grundlagenforschung vor. Harney rechtfertigte ihre Forderung nach einer fokussierten und unbürokratischen Initiative mit einer knappen Beschreibung eines vergleichbaren Ansatzes in Irland: "Bislang hat die Science Foundation Ireland 320 Millionen Euro in Forschungsinvestitionen fließen lassen. Ermöglicht wurde dies durch einen 30köpfigen Mitarbeiterstamm unter der Leitung eines Ausschusses aus hochrangigen Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft. All dies bestätigt, dass Erstklassigkeit in der Wissenschaft sowie Fokussierung und Ausrichtung sich nicht gegenseitig ausschließen. Die Initiative zeigt außerdem, wie wertvoll ein schlanker, effizienter Ansatz ist, der nicht durch bürokratische Hürden gelähmt wird." Harney gab an, dass der weltweite Wettbewerb um Technologie und wissenschaftliches Talent zunehme und Europa bereits ins Hintertreffen geraten sei, obwohl es eigentlich eine Führungsposition einnehmen sollte. Sie appellierte an die Mitgliedstaaten, ihre Verfahren zu überprüfen, um Forschung in kommerzielle Anwendungen umzuwandeln. Die europäischen Universitäten haben noch viel von den US-amerikanischen Hochschulen zu lernen, fügte sie hinzu, insbesondere wenn es darum gehe zu verstehen, dass eine Partnerschaft mit der Industrie als Zugang zu privaten Fördermitteln und Know-how von wesentlicher Bedeutung ist.

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