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Inhalt archiviert am 2023-01-20

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Eine neue Studie veranlasst Forscher, das weltweit sechste Massenaussterben vorherzusagen

Eine neue Untersuchung der wildlebenden Tiere und wildwachsenden Pflanzen in Großbritannien hat Hinweise dafür geliefert, dass viele Vogel-, Schmetterlings- und Pflanzenarten stark zurückgehen. Laut den Verfassern der Studie könnte dies ein Anzeichen für eine neue Phase des we...

Eine neue Untersuchung der wildlebenden Tiere und wildwachsenden Pflanzen in Großbritannien hat Hinweise dafür geliefert, dass viele Vogel-, Schmetterlings- und Pflanzenarten stark zurückgehen. Laut den Verfassern der Studie könnte dies ein Anzeichen für eine neue Phase des weltweiten Massenaussterbens sein. Die Studie, die in der Zeitschrift Science veröffentlicht wurde, hat sechs Zählungen der britischen Schmetterlings-, Vogel- und Pflanzenzählungen aus den vergangenen 40 Jahren analysiert. Leider wurde dabei festgestellt, dass die Mehrheit der Schmetterlingsarten, nämlich insgesamt 71 Prozent, in den vergangenen 20 Jahren zurückgegangen sind. Ferner hat die Studie ergeben, dass 54 Prozent der Vogelarten in den letzten beiden Jahrzehnten zahlenmäßig abgenommen haben, und gleiches gilt auch für 28 Prozent der einheimischen Pflanzenarten in den letzten 40 Jahren. 'Es gibt einfach keine Datensammlungen, die sich weltweit mit diesen Einzelheiten und diesem Umfang befassen, erklärte Dr. Jeremy Thomas vom Natural Environment Research Council (NERC), der Mitverfasser der Studie ist. Die Forscher denken, dass eine der Hauptursachen für den Rückgang der Tierarten der Verlust des Lebensraums durch die veränderte Landnutzung seitens des Menschen ist, worunter auch das Pflügen der Heidelandschaften und das Roden der Wälder fällt. Die verbleibenden Lebensräume werden durch die Umweltverschmutzung beeinträchtigt, und auch Klimaveränderungen können eine Rolle spielen. Obwohl frühere Studien bereits einen zahlenmäßigen Rückgang der Vogelarten bestätigten, ist die Abnahme der Schmetterlingsarten signifikant. Vögel machen nur 0,6Prozent der insgesamt weltweit beschriebenen Spezies aus, während die Insekten 54Prozent ausmachen. 'Einige Gegner unserer Ansicht sagen, dass die Biologen die Bedrohung übertrieben sehen, da die Insekten nirgends in dem Maße vom Aussterben bedroht sind wie Pflanzen, Vögel und Säugetiere. Die Ergebnisse zeigen jedoch, dass dies nicht stimmt, erklärte Professor John Lawton, Chief Executive des NERC, gegenüber der BBC. Die Verfasser der Studie warnen: Wenn sich dieser Trend weltweit widerspiegelt, erhärtet dies die Meinung einiger Forscher, dass die Welt dem sechsten Massenaussterben entgegengeht. Dr. Thomas bezeichnet solch eine Schlussfolgerung auf der Grundlage der Studie als 'etwas gewagt, fügt allerdings hinzu: 'Sie ist der einzige stichhaltige Nachweis, über den wir im Moment verfügen. Das letzte Massenaussterben ereignete sich vor 65 Millionen Jahren. Heute geht man davon aus, dass es durch einen großen Meteor verursacht wurde, der die Erde traf und zum Aussterben der Dinosaurier führte.

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