RP6 stellt Mittel für eine neue Robotergeneration bereit
Die Europäische Kommission stellt Mittel in Höhe von 4,3 Millionen Euro für ein neues Projekt zur Verfügung, mit dem eine neue Generation autonomer Roboter entwickelt werden soll, die ohne Intervention des Menschen mit der natürlichen Welt interagieren und kommunizieren können. Bei dem Projekt, das unter der Priorität "Informationsgesellschaftstechnologien" (IST) des Sechsten Rahmenprogramms (RP6) bezuschusst wird, werden neue Konzeptionsgrundsätze ausgearbeitet, mit denen die Funktionalitäten der vorhandenen Artefakte wie Mobiltelefone, Roboter und roboterähnliche Artefakte erweitert werden können. Das Projekt läuft bis Januar 2008. Man hofft, dass dieses Projekt mit dem Titel ECAgents beachtliche Durchbrüche bei aufkommenden Technologien bewirken und zur Entwicklung neuer innovativer Geräte von selbstentwickelnden Robotern bis hin zum semantischen Web- und allgegenwärtigen drahtlosen Gerät führen wird. 'Das Projekt wird Konzepte, Tools und Modelle für die Analyse von Sammlungen sowohl natürlicher als auch künstlicher Agenten, Algorithmen, Definitionen dynamischer Systeme sowie Tools zur Leistungsanalyse zur Konzeption von Artefakten entwickeln, die aus sich entwickelnden Populationen interagierender und kommunizierender autonomer Roboter bestehen, erklärte Stefano Nolfi vom Institute of Cognitive Sciences and Technologies in Rom, das einer der Projektpartner ist. Wissenschaftler aus neun europäischen Ländern und aus Japan untersuchen die Merkmale verschiedener Kommunikationssysteme, darunter ganz einfache wie die Menschen- oder Tiersprache oder technologiegestützte Systeme. Ziel dieser Untersuchungen sind ein besseres Verständnis der vorhandenen Kommunikationssysteme sowie Ideen für neue Technologien auf der Grundlage der autonomen und kommunizierenden Geräte. Alle an diesem Projekt beteiligten Partner haben bereits unter Einsatz der innovativsten und fortschrittlichsten IT-Technologie Experimente mit Robotern, drahtlosen Geräten, allgegenwärtigen Umgebungen und lebenden Systemen einschließlich Menschen durchgeführt. Schwerpunkt bei diesem Projekt ist jedoch die Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Grundlagen durch den Einsatz der Techniken aus der Forschung über komplexe Systeme. Herr Nolfi erklärte: 'Ein sich entwickelndes Kommunikationssystem und die ihm zugrunde liegende Ontologie werden als komplexes adaptives System angesehen. Evolutionstheorie, Informationstheorie, Spieltheorie und die Theorie der dynamischen Systeme werden in großem Maß zu dieser Studie beitragen. Heute besteht immer noch eine unheimliche Lücke (allerdings gibt es bemerkenswerte Gegenbeispiele) zwischen der Forschung über komplexe Systeme und IT, doch mit diesem Projekt soll diese Lücke geschlossen werden.