Vier EU-Länder unter den Top 10 eines Berichts über Wettbewerbsfähigkeit
Ein Bericht über Wettbewerbsfähigkeit des Lausanner Instituts für Management-Entwicklung (IMD) hat Dänemark, Finnland, Luxemburg und Irland in seine Liste der 10 wettbewerbsfähigsten Länder aufgenommen und bezeichnet Bayern und die Slowakei als zwei der Top 10 "treibenden Kräfte". Das Jahrbuch der weltweiten Wettbewerbsfähigkeit (WCY) 2004 des IMD wird seit 1989 jährlich zusammengestellt und schätzt mittels 323 Kriterien die Wettbewerbsfähigkeit von 60 Wirtschaftsregionen ein. Die Kriterien sind in vier Kategorien unterteilt: - eine makroökonomische Evaluierung der Binnenwirtschaft; - das Ausmaß, in dem Regierungspolitiken die Wettbewerbsfähigkeit fördern; - das Ausmaß, in dem Unternehmen innovativ, rentable und verantwortungsvoll sind; - das Ausmaß, in dem grundlegende, technologische, wissenschaftliche und humane Ressourcen die Bedürfnisse der Unternehmen erfüllen. Die letzte Kategorie nimmt den größten Einfluss auf den endgültigen Rang und umfasst allein 94 der zur Einschätzung der Wettbewerbsfähigkeit angewendeten Kriterien. Zu diesen gehören die Bewertung der technologischen Infrastruktur, der wissenschaftlichen Infrastruktur und der Bildung. Die USA führen die diesjährige Rangliste an; auf Platz zwei und drei liegen Singapur bzw. Kanada. Island ist das erste europäische Land, das in der Rangliste genannt wird, und liegt auf Platz fünf, während die EU-Mitgliedstaaten (Dänemark, Finnland, Luxemburg und Irland) die unteren Ränge der Top Ten belegen. Die asiatischen Länder und Regionen erwiesen sich als die größten treibenden Kräfte, obwohl Bayern es in dieser Rangliste auf den dritten Platz schafft nach der chinesischen Küstenregion Zhejiang und Indien, während die Slowakei als die fünft stärkste treibende Kraft bewertet wird. "Es tritt ein neuer Schlag lokaler Konkurrenten in Erscheinung, der in erster Linie aus Asien, bald schon aber aus Russland und Mitteleuropa kommen wird", sagte Professor Stéphane Garelli vom IMD. "Diese Nationen nehmen schnell die Weltstandards bei Management und Technologie auf, die durch Auslandsaktivitäten verbreitet werden." Der Bericht zeigt außerdem, dass US-amerikanische Unternehmen für jeden Dollar, den sie im Inland investieren, im Ausland vier Dollar investieren. Asien zieht 60 Prozent der Investitionen an, die an Entwicklungsländer gehen, während China zum Spitzenempfänger für direkte Investitionen wurde. Diese Tendenzen steigern zusammen mit den steigenden Lohnkosten in den Vereinigten Staaten und Westeuropa die Wettbewerbsfähigkeit in Asien und in zunehmenden Maße auch in mittel- und osteuropäische Ländern.
Länder
Dänemark, Finnland, Irland, Luxemburg, Slowakei