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Inhalt archiviert am 2023-01-20

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EU verabschiedet Aktionsplan für Bio-Nahrungsmittel

Die europäische Kommission hat einen 'Europäischen Aktionsplan für ökologische Nahrungsmittel und Landwirtschaft in der EU verabschiedet. Der Aktionsplan mit 21 spezifischen politischen Maßnahmen zur Erreichung dieses Ziels befasst sich vor allem mit der Förderung der Forschu...

Die europäische Kommission hat einen 'Europäischen Aktionsplan für ökologische Nahrungsmittel und Landwirtschaft in der EU verabschiedet. Der Aktionsplan mit 21 spezifischen politischen Maßnahmen zur Erreichung dieses Ziels befasst sich vor allem mit der Förderung der Forschung insbesondere in Verbindung mit Verarbeitungs- und Produktionsmethoden, Harmonisierungsstandards und genetisch modifizierten Organismen (GMO). "Der Sektor ökologische Nahrungsmittel und ökologischer Landbau ist sehr dynamisch und weist rasches Wachstum und konstante Entwicklung auf, was gefördert werden muss", so heißt es in dem Aktionsplan. Eine Methode zur Förderung des Wachstums in diesem Sektor ist laut dem Plan die Sicherstellung, dass es "einen effizienten Informationsaustausch über die Verfügbarkeit neuer Technologien" gibt. Um dies zu erreichen, werden Schulung und Forschung "auf allen Ebenen von der Verabschiedung von Forschungsprogrammen in Universitäten oder anderen Forschungsstellen bis hin zur Schulung im landwirtschaftlichen Betrieb unterstützt, um einen angemessenen Technologietransfer zu den Landwirten zu gewährleisten". "Der Transfer von Forschungsergebnissen in die landwirtschaftliche Praxis mit einer engen Zusammenarbeit zwischen Forschung, Beratungsdiensten und Landwirten wird in einigen Mitgliedsstaaten bereits durchgeführt. In anderen Mitgliedsstaaten ist jedoch eine bessere Zusammenarbeit in diesem Bereich und zwischen den Mitgliedsstaaten selbst erforderlich", fügt der Aktionsplan hinzu. Als besonders wichtig werden in diesem Plan die Verarbeitungsmethoden bezeichnet. Denn während ökologische Nahrungsmittelprodukte traditionell mit geringem Verarbeitungsgrad verkauft wurden, möchten die Verbraucher zunehmend ökologische Nahrungsmittel in verarbeiteter Form kaufen. Dies wirft für die Weiterverarbeiter Probleme auf, denen erhebliche Kosten entstehen, wenn sie die ökologische von der nicht-ökologischen Nahrungsmittelkette trennen. Daher fordert der Aktionsplan mehr Forschung seitens der Verarbeitungsindustrie für die Entwicklung neuer Verarbeitungsmethoden, "um die erkannte Struktur, Farbe und Haltbarkeitseigenschaften bestimmter Produkte zu erhalten". Der Plan schlägt vor, dass unter der Priorität 5 des Sechsten Rahmenprogramms (RP6), "Nahrungsmittelqualität und -sicherheit", unter der thematischen Priorität 6 - "Nachhaltige Entwicklung, globale Veränderungen und Ökosysteme", Thema 5 "Strategien für nachhaltiges Landmanagement einschließlich der Küstenbereiche, Anbauland und Wald" sowie unter dem Programm Wissenschaftliche Unterstützung der Politik des RP6 Forschungsprogramme entwickelt werden sollen. Auch die Entwicklungsländer werden aufgefordert, sich stärker an den Forschungsprogrammen der EU zu beteiligen. Der Aktionsplan schlägt zwei Expertengremien vor. Das eine würde aus Wissenschaftlern und anderen Experten bestehen und unabhängig und transparent zu Grundsätzen des ökologischen Landbaus und Erwartungen der Verbraucher beraten, während das andere technische Beratung zu GMO bieten würde. Expertenrat ist erforderlich, so der Aktionsplan, "um eine Liste der zulässigen Zusatzstoffe und Verarbeitungshilfen für verarbeitete tierische Erzeugnisse aufzustellen, um spezifische Standards für Ökoweine zu erarbeiten, um die Standards zum Wohlergehen der Tiere zu verbessern, um den Geltungsbereich auf andere Bereiche wie Fischzucht im Meer zu erweitern und um umweltbezogene Standards zu verbessern (Energieverwendung, biologische Vielfalt, Landschaft usw.)". Was die GMO angeht, so ist der Rat von Fachleuten notwendig, um sicherzustellen, dass nationale Ansätze hinsichtlich des parallelen Bestehens von GMO und herkömmlicher und ökologischer Landwirtschaft innerhalb strenger Parameter verfolgt werden, um ein Vermischen der Getreide zu vermeiden.

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