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Inhalt archiviert am 2023-01-20

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Liikanen präsentiert Strategie zur Sicherung der europäischen Dominanz auf dem Gebiet der intelligenten eingebetteten Systeme

Bis Ende 2004 soll eine Partnerschaft zwischen dem öffentlichen und privaten Sektor (Public-Private Partnership) eingerichtet werden mit dem Ziel, zur Sicherung der weltweiten Führungsposition Europas auf dem Gebiet der intelligenten eingebetteten Systeme Ressourcen zu mobilis...

Bis Ende 2004 soll eine Partnerschaft zwischen dem öffentlichen und privaten Sektor (Public-Private Partnership) eingerichtet werden mit dem Ziel, zur Sicherung der weltweiten Führungsposition Europas auf dem Gebiet der intelligenten eingebetteten Systeme Ressourcen zu mobilisieren und eine Strategie zu erarbeiten. Die Partnerschaft setzt sich aus Vertretern von 17 Forschungsinstitutionen und Unternehmen zusammen und wird unter dem Namen ARTEMIS (moderne F&E [Forschung und Entwicklung] zu eingebetteten intelligenten Systemen) als "Technologieplattform" arbeiten. Die Aufgabe dieser Plattform wird darin bestehen, die zur Bewältigung wirtschaftlicher, technischer und struktureller Herausforderungen erforderlichen privaten und öffentlichen Ressourcen zu mobilisieren und zu koordinieren. Erkki Liikanen, EU-Kommissar für Unternehmen und die Informationsgesellschaft, vermittelte am 28. Juni einen ersten Eindruck des enormen Potentials, das eingebettete Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) zu bieten haben: "Erfolge in diesem Bereich werden die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie erhöhen, indem die Produktivität gesteigert und die Qualität der Produkte, Dienstleistungen und Waren verbessert wird. Ferner sind eine Verbesserung der Sicherheit, Zuverlässigkeit und des Gesundheitsschutzes zu erwarten, ebenso wie die Schaffung neuer spezialisierter Arbeitsplätze." Auf dem Gebiet der eingebetteten Technologien sind enorme Wachstumsraten zu verzeichnen. Im Jahr 2003 gab es weltweit rund acht Milliarden Prozessoren. Bis 2010 wird sich diese Zahl wahrscheinlich verdoppeln. Einfacher ausgedrückt bedeutet dies, dass es pro Person weltweit drei eingebettete Geräte geben wird. In der Automobilindustrie sind elektronische Komponenten für einen immer größeren Teil der Fahrzeugproduktionskosten verantwortlich - im Jahr 1997 waren es noch 22 Prozent, für das Jahr 2010 wird ein Anteil von 33 bis 40 Prozent erwartet. Europa könne bereits auf zahlreiche Stärken zurückgreifen, betonte Liikanen. Dies gelte insbesondere für die Unterhaltungselektronik und die mobile Kommunikation sowie für Bereiche, in denen Sicherheit und Zuverlässigkeit zur Steuerung großer Systeme von zentraler Bedeutung sind. In zahlreichen Sektoren einschließlich Verkehr, Medizin, Energie und Kommunikation werden zunehmend technische Neuerungen eingeführt, die schließlich zu einer höheren Lebensqualität beitragen. "Wir müssen auf dieser Stärke aufbauen", so die zentrale Botschaft des Kommissars anlässlich der hochrangigen Arbeitssitzung zur Einrichtung einer Technologieplattform. Auch wenn eine Zukunftsvision von entscheidender Bedeutung sei, müsse Europa gleichzeitig konkrete Maßnahmen umsetzen, um seine Position zu festigen, fügte Liikanen hinzu. "Wir müssen uns klar darüber sein, wo es um wirklich wichtige Weichenstellungen für die Zukunft geht. Heute bekommen wir dank dieser neuen Technologien Tag für Tag neue Zukunftsvisionen präsentiert [...]. Europa muss eine Führungsrolle übernehmen, wenn es darum geht, Zukunftsvisionen in neue Anwendungsbereiche, Dienstleistungen und Chancen umzuwandeln und völlig neue Märkte mit ungeheurem Potential zu erschließen." Die Chancen, dass Europa sich zum weltweiten Marktführer im Bereich der eingebetteten Technologien entwickeln könnte, stehen gut. Liikanen wies darauf hin, dass es derzeit noch keine wirkliche Führungsmacht gebe. Nun sei es die Aufgabe der Regierungen, Bedingungen zu schaffen, die den Wettbewerb auf diesen neuen Märkten stimulieren, erläuterte der Kommissar. Eine weitere Herausforderung bestehe in der Koordination und Konzentration auf die Forschung sowie darin sicherzustellen, dass die Forschungsergebnisse effektiv verbreitet werden. Liikanen beauftragte ARTEMIS daher, die Einrichtung von "Exzellenzpolen" zu fördern, als Katalysator für die Bekanntmachung der Forschungsarbeiten zu dienen, nationale und europäische Programme zu koordinieren und erforderlichenfalls Normen und Richtlinien zu erarbeiten. Abschließend forderte der Kommissar die Mitglieder von ARTEMIS auf, über kurzfristige Erfolge hinaus zu denken. "Wir müssen den Ehrgeiz wiederfinden, über aktuelle Produktlinien und kurzfristige Agenden hinaus zu denken und zu handeln, um eine kritische Masse an Forschungsarbeit und Investitionen zu schaffen und die Konzentration auf gemeinsame Ziele sicherzustellen." Liikanen schloss seine Rede mit der Bitte an die Mitglieder der Technologieplattform, nach ehrgeizigen Zielen zu streben.

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