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Inhalt archiviert am 2023-01-20

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Laut einer Untersuchung von Greenpeace sind GM-Bestandteile in europäischen Supermärkten selten

Nach dem Inkrafttreten der EU-Richtlinie zur Kennzeichnung von genetisch modifizierten (GM) Nahrungsmitteln hat Greenpeace festgestellt, dass nur eine begrenzte Anzahl dieser Produkte in europäischen Supermärkten verkauft wird. Die internationale Organisation hat die Situatio...

Nach dem Inkrafttreten der EU-Richtlinie zur Kennzeichnung von genetisch modifizierten (GM) Nahrungsmitteln hat Greenpeace festgestellt, dass nur eine begrenzte Anzahl dieser Produkte in europäischen Supermärkten verkauft wird. Die internationale Organisation hat die Situation in Supermarktketten seit dem Inkrafttreten der Richtlinie am 18. April überwacht. In Italien, Spanien, Österreich, Schweden oder Griechenland wurden keine GM Produkte gefunden. Vier GM Produkte fand man in Deutschland, drei in Belgien und zwei in Großbritannien sowie in der Republik Tschechien. Die meisten GM Produkte stellte man in Frankreich (14 Produtke), gefolgt von den Niederlanden (12 Produkte) fest. Laut Greenpeace ist dieser Stand der Dinge ein Erfolg für die Verbraucher. "Ihre Ablehnung der GMO in Nahrungsmitteln ließ große Nahrungsmittelproduzenten und Händler sicherstellen, dass sich in ihren Regalen keine modifizierten Produkte befinden", erklärte Eric Gall von der europäischen Einheit von Greenpeace. Aufgrund des Systems, das weitgehend auf Verfolgbarkeit beruht und somit viel Papieraufwand erfordert, waren die Nahrungsmittelproduzenten bei der Verwendung der GM Bestandteile sehr zurückhaltend. Dieser Trend wurde noch durch die europäischen Verbraucher begünstigt, die GM Lebensmitteln immer noch sehr misstrauisch gegenüberstehen. Also wird, von Spanien einmal abgesehen, in Europa nicht viel GM Saatgut verkauft. Dennoch hat Greenpeace die Tatsache kritisiert, dass Produkte, die aus Tieren hergestellt werden, welche mit GM Futter ernährt worden waren, nicht gekennzeichnet werden müssen. "Es ist immer noch unannehmbar, dass Eier, Fleisch oder Milch nicht als genetisch modifizierte Lebensmittel gekennzeichnet werden müssen, wenn sie von Tieren stammen, die mit genetisch modifizierten Produkten gefüttert wurden. Die Verbraucher wollen diese Garantie", erklärte Federica Ferrario, Zuständige für die GM Nahrungsmittelkampagne von Greenpeace. "Die Verbraucher werden bewusst darüber im Dunkeln gelassen und bezahlen für den globalen Anbau von genetisch modifiziertem Getreide, wenn sie Milch, Eier und Wurst kaufen", fügte Eric Gall hinzu. "Die Europäische Kommission sollte diese Gesetzeslücken schließen, um das Recht der Öffentlichkeit auf ein Nein zu GMOs zu verteidigen."

Länder

Österreich, Belgien, Tschechien, Deutschland, Griechenland, Frankreich, Italien, Niederlande, Schweden, Vereinigtes Königreich

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