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Inhalt archiviert am 2023-01-20

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Kommission stellt das Unternehmen ins Zentrum der europäisch-mediterranen Kooperation

Die Minister für Industrie aus neun der mediterranen Partner der EU haben gemeinsam die Euro-Mediterranean Charter for Enterprise (Charta über die Euro-Mediterranean Zusammenarbeit) unterzeichnet, in der die gemeinsamen Grundsätze für die zukünftigen Unternehmenspolitiken vera...

Die Minister für Industrie aus neun der mediterranen Partner der EU haben gemeinsam die Euro-Mediterranean Charter for Enterprise (Charta über die Euro-Mediterranean Zusammenarbeit) unterzeichnet, in der die gemeinsamen Grundsätze für die zukünftigen Unternehmenspolitiken verankert sind. Die Charta ist das erste von diesen regionalen Partnern (Marokko, Algerien, Tunesien, Ägypten, Israel, Jordanien, Palästinensische Autonomiebehörde, Libanon und Syrien) gemeinsam unterzeichnete Dokument. Ziel ist die Schaffung einer Umgebung, die Investitionen und die Entwicklung des privaten Sektors fördert und somit zum Aufbau einer europäisch-mediterranen Freihandelszone bis 2010 beiträgt. In der Vereinbarung sind zehn Bereiche für Maßnahmen bezüglich der Unternehmenspolitik angegeben. Ganz oben auf der Liste steht die Einführung einfacher Verfahren für Unternehmen, und es heißt in der Charta: "Alle Regeln für die Geschäftstätigkeit müssen transparent sein und einheitlich angewendet werden. Sie sollten Erfolg belohnen und Fehlschläge als Lernchance und Teil des Prozesses des Eingehens von Risiken behandeln." Weiter heißt es: "Leitprinzip sollte sein, beim Erreichen der Politikziele drückende Auflagen auf ein Minimum zu begrenzen. Die Gesetzgeber sollten die begrenzten Ressourcen der KMU (klein- und mittelständische Unternehmen) berücksichtigen: Zuerst an die Kleinen denken." Die Charta beabsichtigt auch leichteren Zugang zu Finanzen und eine investitionsfreundliche Besteuerung, Instrumente wie Risikokapital, Business Angels und andere Formen der Finanzierung wachstumsträchtiger Unternehmen sollten gefördert werden. "Die Besteuerungssysteme sollten so angepasst werden, dass sie Gründung, Wachstum und Transfer von KMU erleichtern, die Schaffung von Arbeitsplätzen begünstigen, Erfolg belohnen und einen Anreiz für Start-up-Unternehmen bieten." Ein weiteres Merkmal der Charta ist der Schwerpunkt auf verbesserten Fähigkeiten durch die Entwicklung einer kontinuierlichen Berufsausbildung für Arbeitnehmer einschließlich der Weiterbildung in neuen Technologien. "Wir werden die Lehrpläne der Universitäten auf die Bedürfnisse der innovativen Unternehmen abstimmen und Beziehungen zwischen Forschung, Universitäten und Industrie fördern, um die öffentliche Forschung zu einem wichtigen Element beim Erreichen der Wettbewerbsfähigkeit machen", versprechen die Minister. Nachdem die Partner ihr Engagement für diese und andere Ziele signalisiert hatten, versprachen sie, alles zu unternehmen, um ihre gemeinsamen Ziele zu erreichen. Dieser Prozess wird von der Kommission beaufsichtigt.

Länder

Algerien, Ägypten, Israel, Jordanien, Libanon, Marokko, Syrien, Tunesien

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